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Datum: 03.12.2019

Fit für den Ernstfall

Fahrsicherheitstraining bei der Kreisverkehrswacht Barnim

Die meisten Unfälle im Straßenverkehr passieren, weil Geschwindigkeiten und Abstände falsch eingeschätzt werden.

Wie das eigene Auto bei Gefahrenbremsungen reagiert, wie man es beherrscht, auch auf nassen und glatten Straßen, das wissen viele Autofahrer nicht, einfach, weil ihnen die Erfahrung fehlt.

Genau dort setzt das Fahrsicherheitstraining der Kreisverkehrswacht Barnim an.

Aber auch für ältere Autofahrer ist das Fahrsicherheitstraining empfehlenswert. Sie können zwar meist auf langjährige Autofahrerfahrung zurückblicken, aber aufgrund ihres Alters entstehen andere Risikofaktoren.

Vor dem eigentlichen Fahrtraining gibt es noch eine theoretische Einführung, in der die Teilnehmer mit dem theoretischen Wissen zum Thema Fahrsicherheit versorgt werden.

In der so genannten Anmoderation werden die Teilnehmer auch nach prägenden Erlebnissen gefragt, um darauf im Training gezielt eingehen zu können und eventuell vorhandene Ängste abzubauen.

Bevor es auf den Platz geht, wirft der Fahrtrainer noch einen Blick in die Fahrzeuge der Teilnehmer, denn hier lauert ein hohes Gefahrenpotential durch ungesicherte Ladung, die bei einem Unfall umherfliegen und die Fahrzeuginsassen verletzen kann.

Damit ist die theoretische Einführung beendet und es kann richtig losgehen. Das Fahrsicherheitstraining besteht aus mehreren Modulen. Angefangen wird mit einer Slalomfahrt. Der Parcour wird zunächst gemeinsam mit dem Fahrtrainer abgefahren, bevor er über Funk jedem Teilnehmer sein Startsignal gibt. Jeder Teilnehmer bekommt ein Funkgerät mit ins Fahrzeug, mit dem er die Anweisungen des Trainers empfangen kann.

Nach dem Slalom folgt das Modul Gefahrenbremsung auf nassem Asphalt. Hierfür wird die Fahrbahn beregnet. Die Teilnehmer fahren mit der vorgegebenen Geschwindigkeit an den Bremspunkt heran und müssen versuchen, nach einer Vollbremsung möglichst schnell zum Stehen zu kommen.

Ein ganz anderes Bremsverhalten erfährt man dann auf glattem Untergrund, was hier mit einer nassen Gummibahn simuliert wird.

Auf der Gleitfläche wird der Bremsweg schon deutlich länger als auf dem griffigen Asphalt.

Anschließend folgt das anspruchsvollste Modul, nämlich bremsen und ausweichen.

Mit Gegenverkehr muss man beim Fahrsicherheitstraining glücklicherweise nicht rechnen. Und auch wenn es manchmal gefährlich aussieht, passiert ist hier noch nie etwas.

Wer auch an einem Fahrsicherheitstraining der Kreisverkehrswacht Barnim teilnehmen möchte, meldet sich am besten über die Website des Vereins dazu an. Einzige Voraussetzung ist der Besitz eines gültigen Führerscheins.

Für Firmen besteht die Möglichkeit, alle zwei Jahre ihre Mitarbeiter hier fit für die Straße zu machen. Die Kosten hierfür übernimmt die Berufsgenossenschaft.

Und man kann das Fahrsicherheitstraining auch verschenken.

Gutscheine hierfür sind bei der Kreisverkehrswacht Barnim erhältlich.

 

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