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Datum: 28.10.2019
Rubrik: Gesellschaft

Akademie erfüllt internationale Norm

Akademie im Zentrum Informationsarbeit Bundeswehr als erste überhaupt zertifiziert

Strausberg (sd). Mit der Zertifizierung nach DIN ISO 29990 ist die Akademie im Zentrum Informationsarbeit Bundeswehr die erste Ausbildungseinrichtung der Bundeswehr, die als Lerndienstleister nach internationaler Qualitätsmanagementnorm ausgezeichnet ist. Damit werden die Abschlüsse vor allem besser mit zivilen Qualifikationen vergleichbar.

Sowohl Soldaten als auch zivile Mitarbeiter des Zentrum Informationsarbeit wohnten der Festveranstaltung im großen Saal bei. Als „besonderes Zeichen hier vor Ort“ lobte der Amtschef des Streitkräfteteamts diese in der Bundeswehr einzigartige Auszeichnung.  „Es galt, einen externen Auditor von der Leistungsfähigkeit der Dienststelle zu überzeugen“, so Generalmajor Franz Weidhüner weiter. Dadurch wird bescheinigt, dass die Akademie als Ausbildungsbetrieb die Anforderungen der internationalen Norm erfüllt. Dadurch wird sie nicht nur mit anderen – vor allem zivilen - Ausbildungseinrichtungen vergleichbar, sondern die Attraktivität enorm gesteigert.

Zugleich war die Akademie damit Erprobungseinrichtung neuer Vorschriften. Mit der eigenen neuen Dienstvorschrift und der Gestaltung nach DIN ISO setze die Strausberger Einrichtung Maßstäbe und sei ein voller Erfolg. Die Worte „Glaubwürdigkeit“, „Transparenz“ und „Authentizität“ finden sich zudem im neuen Logo der Einrichtung wieder. „Doch die Entwicklung endet damit nicht. Angesichts der rasanten Entwicklung im Ausbildungsangebot, müssen wir zusehen, auch künftig vor der Welle zu bleiben“, ergänzt Weidhüner. So werden Teilnehmer künftig auch gebeten, Online-Fragebögen auszufüllen, um einen ständigen Überblick der Qualität gewährleisten zu können und zu erkennen, wo Verbesserungsbedarfe bestehen.

Wie in jedem wirtschaftlichen Betrieb auch, spielen bei der Bundeswehr Aus- und Weiterbildung ebenso wie Schulungen eine große Rolle, bereiten sie doch auf kommende neue Aufgaben vor. Schon vor fünf Jahren als Kapitän zur See Christian Dienst den Kommandeurs­posten übernommen hatte, setzte die „Agenda Attraktivität“ der damaligen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen Eckpunkte seiner Arbeit. „Fünf Jahre Arbeit von der Idee zum Zertifikat haben sich gelohnt“, so Christian Dienst, der die Auszeichnung zu den

Top 3 seiner bisherigen Leistungen als Kommandeur des Zentrums zählt, neben der Etablierung des Zentrum Informationsarbeit und des Campus Strausberg Bundeswehr. „Damit sind die Streitkräfte zunehmend zivilwertig“, so Dienst.

Es sei eine gute Erfahrung gewesen, im Rahmen des Qualitätsmanagements alle Prozesse „komplett zu hinterfragen“ und zu optimieren ergänzt

Oberst i. G. Thomas Mammen. Der Leiter der Akademie freut sich über den Mehrwert sowohl für die Einrichtung als auch die Lehrgangsteilnehmer, den die Zertifizierung bringt. So wird der „Bundeswehr-Slang bisheriger Urkunden entschärft“, was vor allem zivilen Arbeitgebern die Einschätzung und Vergleichbarkeit enorm erleichtert. Das durch die Qualitätsmanagement-Agentur Certqua GmbH aus Bonn ausgestellte Zertifikat gilt indes bis 2022 und wird dann einer erneuten Prüfung unterzogen. Mehraufwand für alle Beteiligten, der sich jedoch lohne. „Man kann nur zu diesem Erfolg gratulieren. Sich selbst zu hinterfragen und den Anspruch zu haben, es wieder zu beweisen verdienen Anerkennung“, freut sich Bürgermeisterin Elke Stadeler.

Daumen hoch zur erfolgreichen Zertifizierung: Elke Stadeler, Oberst Thomas Mammen, Kapitän zur See Christian Dienst, Generalmajor Franz Weidhüner und Hauptfeldwebel Diane Lehmann-Krück (von links nach rechts). Foto: BAB/s

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