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Datum: 23.09.2019
Rubrik: Gesellschaft

Viele fleißige Hände am Kinderbauernhof

Arbeitseinsatz am ehemaligen „Mümmelmann“ – Viel Unterstützung vorhanden

Petershagen (sd). An praktisch allen Ecken des ehemaligen Kinderbauernhofs „Mümmelmann“ wird Hand angelegt, denn nachdem die Stephanus-Stiftung als neuer Betreiber feststeht, soll schnellstmöglich eine Nutzbarkeit für die Öffentlichkeit hergestellt werden. Doch bis dahin ist noch viel zu tun.

Alte Bodenplatten austauschen, ein neuer Anstrich, alte Stallungen entfernen und erneuern, Boden tauschen, Blumen einsetzen, Bauten erneuern, neues Parkett verlegen und die Innenräume frisch streichen – am Objekt in der Petershagener Dorfstraße 33 herrschte kürzlich reges Treiben. Seit 1. September ist die Stephanus-Stiftung auch vertraglich vereinbart der neue Betreiber des ehemaligen Kinderbauernhofs. Der Vertrag mit dem bisherigen Betreiber, der gemeinnützigen Steremat, wurde zum Ende letzten Jahres aufgekündigt. Die Stephanus-Stiftung setzte sich unter sieben Bewerbern ab.

Während von Seiten der Gemeindeverwaltung bereits einiges getan und investiert wurde, um die Grundsubstanz zu erhalten, gehe es nun darum, den Hof wieder für Besucher fit zu machen, wie Bürgermeister Marco Rutter am Rande der Aktion erklärt. Der Sanierungsbedarf sei insgesamt recht hoch, sodass er sich froh zeigt, dass alle gemeinsam an einem Strang ziehen.

Gärtner, Maler, Küchenpersonal – die Mitarbeiter der Stiftung sind auch spezialisiert und kümmern sich um die Vorbereitung ihrer künftigen Wirkungsstätte. Die Stephanus-Stiftung ist in vielen Geschäftsbereichen aktiv, so beispielsweise der Altenhilfe und Behindertenhilfe. Bereits in Rüdersdorf mit einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung seit einigen Jahren erfolgreich, soll etwas Vergleichbares auch am neuen Petershagener Standort aufgebaut werden. Sogar ein neues Beschäftigungsfeld für Menschen mit psychischen Erkrankungen, die nicht mehr in der Lage sind, vollumfänglich zu arbeiten, soll in Petershagen etabliert werden.

Petershagen (sd). Vor allem Menschen mit Behinderung sollen künftig den Betrieb des Objekts in der Petershagener Dorfstraße 33 sicherstellen. Doch insgesamt will die Stephanus-Stifuntg nicht viel am bewährten Grundonzept des Hofs ändern.

„Das Konzept mit Werkstattbetrieb und unterstützter Arbeit wollen wir übernehmen. Am Grundkonzept des Kinderbauernhofs mit Hofladen, Streichelzoo, Übernachtungen und vielfältigen Angeboten wollen wir wenig ändern“, so Detlef Schönrock. Der Betriebsstättenleiter der Einrichtungen in Rüdersdorf und Oberschöneweide packt selbst mit an. Schönrock leitet indes auch das Übernahmeprojekt. Später wird Carsten Gerber Projektleiter des Hofareals.

Fast 100 Aktive gingen am Mittwochvormittag zu Werke. Vertreter der Stiftung werden von Mitarbeitern des gemeindlichen Bauhofs unterstützt. Dazu kommen noch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mercedes-Daimler AG, die den Tag im Rahmen des gesellschaftlichen Engagements und zur Teambildung nutzen. Bereits früher gab es Teamtage mit dem rbb, wie Marco Rutter ergänzt, der den Kontakt zum Autobauer herstellte. Die Aufgaben sind klar verteilt, sodass in Teams effektiv gearbeitet und so schnell viel geschafft werden kann. Für die Stiftungsvertreter nicht der erste derartige Einsatz, wurde doch schnell die Befürwortung deutlich, dass die Stiftung den Hofbetrieb übernimmt. Für Versorgung ist natürlich ebenso gesorgt.

Im hinteren Bereich beispielsweise sind bereits die im Aufbau befindlichen Grundzüge des neuen Spielplatzes erkennbar. Vier Türme, die über Hängebrücken verbunden sind und Rutschen bieten, entstehen. Während die Gebäude und ein großer Teil des Grundstücks von der Stephanus-Stiftung gepachtet sind, verbleibt ein Geländeteil in Gemeindeobhut. „Dazu gehört auch der Spielplatz, den wir praktisch komplett neu bauen müssen. Das ist ein größeres Teilprojekt“, erklärt Petershagen/Eggersdorfs Bürgermeister.

Im Idealfall könne bereits Ende September das Areal für erste Besucher zumindest teilweise, wenn auch noch ohne Tiere, eröffnet werden, so Rutter weiter. Oft gehe es eben nicht so schnell, wie es sich ein Bürgermeister wünscht. Komplett mit Streichelzoo und Hofladen ist die Eröffnung im Frühjahr angedacht. Doch bis dahin gibt es noch einiges zu tun. Unter anderem bei den Stallungen müssen noch Auflagen des Veterinäramtes umgesetzt werden.

Detelf Schönrock, Marco Rutter und Carsten Gerber (von links) besprechen, wie eine mögliche Sitzterrasse im Außenbereich gestaltet wird.  Foto: BAB/sd

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