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Datum: 23.09.2019
Rubrik: Gesellschaft

Kiezfest: „Von, mit und für Rüdersdorfer“

Erfolgreiche Premiere: Kiezfest mit Gesundheitsmarkt kombiniert

Rüdersdorf (sd). Nachdem bei den Kiezfesten im Rüdersdorfer Wohngebiet Brückenstraße eine jahrelange Pause eingetreten war, wurde am ersten Septembersamstag der Neustart in Kombination mit einem

Gesundheitsmarkt gewagt. Veranstalter und Gäste sind überzeugt, dass ein guter Anfang gemacht wurde.

Mit einem Auftritt der Pelle-Kids wurde das neue und etwas andere Kiezfest auf dem neugestalteten Hof der Grund- und Oberschule Rüdersdorf eröffnet. „Wir haben das Fest für den Kiez und aus dem Kiez gestaltet und im Rahmen der Rüdersdorfer Gesundheitstage mit einem Gesundheitsmarkt und diversen Angeboten rund um Bewegung und Fitness – vor allem zum Mitmachen – gestaltet“, umschreibt Quartiersmanagerin Stefanie Bombach. Vereine, allerlei Träger, Ehrenamtler – das Klientel der Anbieter ist bunt gemischt. „Wir sind sehr zufrieden“, so Bombach stellvertretend für das Organisationsteam. Im März seien erste Gespräche geführt worden, zwei Monate zuvor stiegen die Aktivitäten nochmals merklich an – alles in allem eine reibungslose Vorbereitung.

An 18 Ständen wurden Aktionen zum Mitmachen geboten, dazu gesellten sich noch zehn Infostände. „Wir danken auch der Schule und dem Gymnasium für die umfassende Unterstützung. Ohne die Ehrenamtler, Vereine und Partner ist so etwas schlicht nicht zu machen. Es ist ein Fest aus dem Kiez, von, mit und für Rüdersdorfer. Hier kommt die ganze Gemeinde zusammen“, ergänzt Bombach und unterstreicht, das Angebot sei komplett kostenfrei und biete etwas für die gesamte Familie. Nicht zuletzt aufgrund von Sponsoren und Spenden sei dies überhaupt umsetzbar, zumal sich viel ehrenamtliche Arbeit dazu gesellt. Unter anderem darüber wurden auch die Preise für den Laufzettelwettbewerb akquiriert. Wer möglichst viele Stempel an den einzelnen Ständen sammelte, konnte auch im Nachhinein kleine und große Prämien im Bürgerzentrum „Brücke“ abholen.

„Ich bin begeistert. Es ist einfach toll“, unterstreicht die frisch gebackene Bürgermeisterin Sabine Löser. Vor allem im Bereich „Brücke“ der oftmals noch als sozialer Brennpunkt gelte, wünschten alle, dass es mehr Angebote gebe, die Leute aus ihren Wohnungen zu locken. Neben dem Präsentieren sei es für die Akteure Schwerpunkt, zu netzwerken, so Löser weiter. Alle bekämen ein Podium in einem schönen Ambiente. „Der Anfang ist gemacht und gut“, fasst Rüdersdorfs Bürgermeisterin zusammen.

Dass es nicht das erste Kiezfest sei, erinnert Mario Reimann vom Jugendzentrum „Notausgang“ und verweist auf die Kinderkiezfeste vor fast zehn Jahren. Damals noch als AG „Jugend“ wurden 2009 und 2010 gemeinsam mit dem Bürgerzentrum „Brücke“ auf der Wiese unweit des Schulgeländes kleinere Feste durchgeführt. Die Kombination mit dem Gesundheitsmarkt findet er indes gelungen.

Die Ruderergometer am Stand des Rüdersdorfer Ruderverein Kalkberge e. V. (RRVK) wurden besonders von den kleinen Besuchern in Beschlag genommen. „Wir freuen uns, dass die Kinder einfach kommen, ausprobieren und so nicht nur den Sport besser kennenlernen“, so Lutz Bühnert vom RRVK.

„Es ist eine super Stimmung, man trifft sich einfach. Es gibt viele Gespräche und Begegnungen“, beschriebt Christiane Schleinitz ihre Eindrücke. Lennox (7) gefällt das Fest insgesamt sehr gut. Nicht zuletzt weil seine Mutter unter anderem die Zumba-Kurse von „just-ju“ vorstellt, ist der Woltersdorfer von den Vorführungen besonders angetan. Auch die Riesenseifenblasen zum Selbermachen haben es dem Jungen angetan. Das Angebot von just-ju sei nicht nur sehr vielfältig und für jedes Alter geeignet, sondern auch ein probates Mittel bei Übergewicht, Bewegungsmangel, Schmerzen, Rückenproblemen und anderem mehr, berichtet Claudia Formella, eine der Gesellschafterinnen. Die Darbietungen animierten sogar einige Zuschauer zum Mitwippen und vor allem zum Mitmachen.

Viele Fragen, besonders zur Schulhofgestaltung und wie es im Wohngebiet in nächster Zeit weitergeht, beantwortete Dr. Uwe Schieferdecker am Stand der „Sozialen Stadt“. „Es läuft richtig gut. Ich hatte zahlreiche Gespräche. Vor allem bewegt die Frage, was mit dem kaputten Trampolin auf der Spiel- und Bewegungsfläche passiert“, berichtet der Vertreter des Sanierungsträgers Brandenburgische Stadterneuerungsgesellschaft mbH.  Die Identifikation der Anwohner habe sich bereits sehr erhöht und steige praktisch mit jedem weiteren sichtbaren Vorhaben. „Der Quartiersplatz ist eine große Vision, die es umzusetzen gilt. Dort sollen Bürgerzentrum und Quartiersmanagement, die derzeit noch räumlich getrennt sind, eine gemeinsame Anlaufstelle erhalten und bilden“, blickt Schieferdecker in die künftige Entwicklung. Da jedoch über 1,5 Millionen Euro in die Gestaltung der Außenanlagen von Kita und Schule geflossen sind, verzögert sich das Vorhaben Quartiersplatz etwas, stehen doch nur begrenzte Fördermittel zur Verfügung.

Von einer „gelungenen Premiere“ spricht Rüdersdorfs Ortsvorsteher Detlef Adler. Sowohl die Wohnungsbaugenossenschaft als auch die -gesellschaft unterstützen derartige Feste gern, tragen sie doch zu einem besseren Miteinander unter den Mietparteien bei. „Wir haben eine sichtbar größere Beteiligung und das Fest hier zieht mehr Leute an“, so Adler. Das stärke vor allem das Miteinander und bringe die Menschen wieder mehr zusammen. „Ziel ist es, für den Standort zu werben, das Wohngebiet zu stärken und bürgerliches Mitein-ander zu stärken“, schließt der Ortsvorsteher.

Ein reges Treiben herrschte zur Premire des Kiezfestes in Kombination mit dem Gesundheitsmarkt der Rüdersdorfer Gesundheitstage auf dem Hof der Grund- und Oberschule. Foto: BAB/sd

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