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Datum: 13.08.2019

Nicht geguckt: Ronja fast unter Auto geraten

Mit der Busschule klären Polizei und Partner in ersten Klassen über richtiges Verhalten auf

Eggersdorf (sd) Mit Formaten wie der Schulwegsicherung, der Fahrradprüfung, Präventionsaktionen zu Mobbing und Drogen und anderen mehr, sorgen die Polizei und ihre Partner direkt an Schulen für Aufklärung und Vorbeugung. Mit dem neuen Schuljahr gastiert auch die Busschule wieder an zahlreichen Kindereinrichtungen.

Ronja ist gerade in die erste Klasse gekommen und hat sich an einem Sonntag mit ihrer Freundin Sandra verabredet. Sandra fuhr mit dem Auto zu Ronja als es plötzlich passierte: Ohne zu gucken lief Ronja einfach auf die Straße vor ein heranfahrendes Auto. Doch Fahrerin Sandra konnte noch rechtzeitig bremsen – nichts passiert, doch das war knapp. IN einer Mischung aus Schreck und schützender Belehrung durfte sich Ronja von Sandra eine ganz schöne Standpauke anhören. Die kleine Ronja fühlte sich so schuldig und war gleichzeitig so erschrocken, dass sie am nächsten Tag nichts mehr sagte. So berichtete Polizeiobermeisterin Sandra Heisinger den 24 Mädchen und Jungen der Klasse 1a der Eggersdorfer Grundschule.

 Mit dem neuen Schuljahr geht auch die Aktion „Busschule“ in eine neue Runde. Allein 38 Grundschulen und Förderschulen werden die Polizisten bis Ende September im Landkreis besuchen. Offizieller Start war bereits am Freitag zuvor in der katholischen Grundschule „St. Hedwig“ in Petershagen. Treue Begleiterin von Sandra Heisinger ist die Puppe Ronja, die immer „einen guten Draht“ zu den Kindern aufbaut. Schon bei der Anfangserzählung gingen immer wieder Finger der Erstklässler hoch: „Das macht man nicht“, wussten die Kinder bereits. So muss immer erst nach links, rechts und wieder nach links geschaut werden, ob die Straße frei ist, bevor losgegangen wird.

Nach einem theoretischen Teil, in dem die Polizeiobermeisterin anschaulich erklärte, wie sich an einer Bushaltestelle, auf dem Weg dorthin, beim Einsteigen und im Bus korrekt verhalten wird, ging es an die praktische Umsetzung. Wie es sich gehört, verteilte Klassenlehrerin Dorena Devlin zuvor noch Fahrkarten. Anstellen, Mappe in die linke Hand nehmen, damit mit rechts die Karte gelocht werden, ging es geordnet auf die Plätze. Natürlich wurde auch der Busfahrer begrüßt, wie es sich gehört. Unterstützt wird vor allem der praktische Teil vom Unternehmen mobus, welches eigens für die Touren ein Fahrzeug und einen Fahrer zur Verfügung stellt.  Die Fahrt führte unter anderem über den Bahnhof Strausberg. Dabei zeigte Busfahrer in Absprache mit Sandra Heisinger einige Dinge, die passieren können und wie sich die Kinder entsprechend verhalten sollen.

Nach den ersten beiden Schulstarterklassen am Montag folgte am Dienstag die dritte erste Klasse, bevor es weiter ging. Für Rüdiger Wantzlöben, der als ziviler Mitarbeiter der Polizeiinspektion das Präventionsprojekt begleitet, war es eine andere Erfahrung. Erstaunt zeigte er sich, was die Kinder schon alles wissen. Vor allem soll er von Sandra Heisinger und ihrer Kollegin Manuela Wieder lernen, wie das Wissen vermittelt wird, um im Fall der Fälle auch kurzfristig einspringen zu können. Die Polizistinnen der Abteilung Prävention teilen sich indes die Arbeit, denn parallel werden noch Themen wie Mobbing und bald wieder die Fahrradprüfung behandelt. 

BU: Ein Bus ist sehr lang und hat sowohl vorne als auch hinten Bereiche, mit denen er über die Bordsteinkante schwenkt, weshalb es wichtig ist, mindestens zwei Kinderschritte oder einen Meter Abstand von der Kante zu halten, wie Sandra Heisinger modellhaft zeigt.     Foto: BAB/sd

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