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Datum: 30.07.2019

Ein Ministerpräsident, viele Fragen

Dietmar Woidke unterstützt Elske Hildebrandt im Museumspark

Rüdersdorf (sr/sd). Großer Bahnhof in Rüdersdorf: Nach seinem Besuch im Zementwerk von Cemex Rüdersdorf besuchte Ministerpräsident Dietmar Woidke am Abend den Museumspark. Als Unterstützung im Wahlkampf machte Woidke gemeinsam mit der SPD-Direktkandidatin Elske Hildebrandt auch Station im Museumspark, wo er sich im direkten Dialog zahlreichen Fragen und Anliegen der etwa 100 Besucher stellte.

Der Tour durch das Zementwerk schloss sich praktisch gleich eine weitere Führung an, bei der Arno Düring vom Bergbauverein Rüdersdorf dem Landesvater zunächst ausgiebig den Heinitztunnel und das ausgestellte Bergbaugerät zeigte. So hohen Besuch gebe es nicht aller Tage. Danach ging es zum Magazingebäude, um mit Landtagskandidatin und Regine Hildebrandts Tochter Elske Gespräche mit den Gästen aus der Gemeinde und drumherum zu suchen. Doch zuvor erklärte Woidke in seiner Rede Schwerpunkte, denen sich die nächste Landesregierung stellen wolle. Schwerpunkte waren die Ungleichheiten bei Renten und die noch bestehende Trennung zwischen Ost und West, Pläne für den Bahnausbau, die Einführung einer CO2-Steuer und die Schließung von Krankenhäusern, welche die Bundesregierung angedacht hat. Abschließend rief er auf, am 1. September wählen zu gehen, um demokratisch dafür zu sorgen, dass das Land „weiter in guten Händen bleibt“ und keinen Schaden davon trage.

Dem schloss sich Elske Hildenbrandt, Tochter der ehemaligen Brandenburger Sozialministerin, welche die Familie maßgeblich mitgeprägt habe, an. Besonders wolle sie sich den destruktiven Bewegungen entgegen stellen, da es schnell gehe, Ängste zu schüren, wohingegen Ermutigen und Motivieren lange dauere und mühselige Arbeit sei. Aus ihrer Sicht gebe es noch viel zu tun.

Anders als sonst suchte Woidke anschließend nicht das direkte Tischgespräch, sondern ließ am Stehtisch die Fragen und Probleme auf sich zukommen. Von Schutthalden bis zu Fördermitteln fürs Kulturhaus gab es viele Themen, die den Anwesenden auf der Seele lagen. Auch Bürgermeister-Kandidatin Sabine Löser und der scheidende Bürgermeister André Schaller waren gekommen. Von der Hennickendorfer Bürgerinitaitive „Gesund leben am Stienitzsee“ erhielt der Ministerpräsident ein Schreiben zur Reaktivierung der alten Rüdersdorfer Eisenbahnstrecke für den Personenverkehr. Auf Probleme mit den Arbeitgebern verwiesen Vertreter der DLRG-Ortsgruppe. Es sei zunehmend schwieriger, Mitarbeiter im Katastrophenschutz freigestellt zu bekommen.

Rita Nachtigall bat um eine Einladung nach Potsdam, um im detaillierten Gespräch Förderquellen und Unterstützung für das Kulturhaus zu ergünden. Doch die Palette der Anliegen reichte noch viel weiter, sodass eine Verkürzung der Wartezeit durch Verzicht auf die Tischgespräche schnell verpufft war. Doch die beiden Politiker wollten möglichst viele Anliegen und Sorgen der angereisten Besucher mitnehmen und ließen jeden der Reihe nach drankommen. Letztlich setzte der Terminplan doch einen Schlussstrich.

Das Kulturprogramm gestalteten Vertreter der Bergkapelle und der Pelle-Kids, die Kostproben ihres aktuellen Programms zeigten. Eine ganz besondere Überraschung hatte das Rüdersdorfer Original Renate Radoy parat. Für ihre kunstvoll gestalteten Eier in allen Größenordnungen bekannt, lies sich schon erahnen, was sie hatte. Bereits  zum Bergfest 2017 hatte sie damals für Woidkes angekündigtes Kommen ein besonders prachtvolles Straußenei mit Rüdersdorfer Motiven graviert. Durch den plötzlichen Tod Helmut Kohls kam es seinerzeit jedoch nicht zu dem Besuch. Diesmal nun hatte es geklappt – und der Ministerpräsident war sichtlich überrascht und gerührt. Es werde einen Ehrenplatz in der Staatskanzlei bekommen, erklärte Woidke.

BU: Elske Hildebrandt (Zweite von links) und Brandenburgs Ministerpräsident (Mitte) dankten für das gebotene Programm – unter anderem der Pelle-Kids (rechts) – und suchten das direkte Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern.        Foto: Stephen Ruebsam

 

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