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Datum: 01.04.2019
Rubrik: Gesellschaft

Skelettierter gibt Rätsel auf

Mario Worm präsentiert „Der Junge aus der Vorstadt II“

Leipzig/Petershagen/Eggersdorf (sd).  Inzwischen ist es für den Eggersdorfer Autor Mario Worm schon zur Tradition geworden, pünktlich zu Leipziger Buchmesse ein neues Werk präsentieren zu können. Im zweiten Teil von „Der Junge aus der Vorstadt“ wird es wieder historisch, lokal und vor allem spannend.

Mit seinem neuen Buch konnte Worm seine Leser wie Kritiker wieder einmal begeistern. Neben einer sehr gründlichen und langwierigen Recherche für seine Werke, versetzt der Autor die Handlungen und Akteure regelmäßig an Schauplätze in Eggersdorf und Umgebung, was für viele den Reiz seiner Geschichten nochmal verstärkt. In der „Junge aus der Vorstadt“ gibt der titelgebende „Skelettierte Mann“ Rätsel auf, denen sich der junge Anwalt aus Teil eins  stellt. Gleich mehrere Überraschungen hatte Worm in Leipzig parat. Per Einspielfilm, in dem der Schriftsteller und sein Hund zu Protagonisten innerhalb der Sendung „Aktenzeichen XY“ werden, wird die Grundhandlung umrissen: Ein Mann geht mit seinem Hund spazieren und stößt auf ein Skelett an der Eggersdorfer Friedhofsmauer.

Gebannt folgten die Zuhörer an der Bühne auf dem Leipziger Messegelände anschließend dem Prolog zum „Jungen aus der Vorstadt II“. Der bekannte Wahlberliner und Schauspieler Matthias Renneisen lies mit einer ausdrucksstarken Lesung sicherlich bei zahlreichen Gästen Bilder und Szenen in den Köpfen lebendig werden. Sogar Worm fragte sich, „ob dieser Text tatsächlich von mir stammt“, wie er im Nach-hinein zugibt.

Doch was hat es mit dem Prolog auf sich? Scheint er doch so gar nicht zur Geschichte zu passen, die der Schriftsteller während einer Autogrammstunde wie folgt weitererzählt: So wird das Skelett gerichtsmedizinisch untersucht und das Gesicht rekonstruiert. Der Unbekannte sei etwa in den 1950er Jahren verstorben, nachdem er erschlagen worden ist. Ein Fahndungsaufruf startet und tatsächlich meldet sich eine Frau, die den Toten als ihren Vater identifiziert. Der ist 1954 gestorben, jedoch an einem Herzinfarkt und wurde nachweislich eingeäschert. Wie es weitergeht und wie die Geschichtsbrocken zusammenhängen, ist ab sofort selbst in „Der Junge aus der Vorstadt II – Der skelettierte Mann“ zu erfahren.

Weiteres Markenzeichen Worms ist die auffällige Gestaltung seines Messestandes passend zum Buch. Natürlich stand Mario Worm auch für persönliche Gespräche zur Verfügung. Neben seinen aktuellen Büchern hatte er auch ältere Werke, wie „Die Akte Strausberg“, und andere Erscheinungen aus seinem Primär-Verlag. Gleichzeitig verriet er, dass es dabei noch einen dritten Teil vom „Jungen aus der Vorstadt“ geben wird, an dem er bereits fleißig arbeitet, um ihn pünktlich zur nächsten Buchmesse vorstellen zu können. Darin wird Bürgermeister Marco Rutter eine Rolle spielen, der bereits ein paar Zeilen zu seiner Person lesen und beurteilen konnte. „Dieser örtliche Bezug, zu realen Personen ist spannend und ich freue mich schon auf das nächste Buch, nicht nur weil ich selbst darin vorkomme“, so der Petershagen/Eggersdorfer Bürgermeister.

Es werde wohl sein „emotionalstes Buch“, wie Worm verrät. Die Geschichte eines 15-jährigen Jungen, der es „absolut nicht einfach hat“ im letzten Jahr der DDR, bildet die Rahmenhandlung. Da er viel gemobbt und ausgegrenzt wird, spielt er zunehmend mit jüngeren Kindern, bis er eines Tages mit einer Fünfjährigen allein in den Wald geht und ohne das Mädchen wieder auftaucht. Wie es 31 Jahre später weitergeht, kann man bald im dritten Teil lesen.

Foto: ODF/sd

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