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Datum: 21.02.2019
Rubrik: Gesellschaft

Erster Adebar gesichtet

Storch Kurtchen Rotschnabel ist zurück

Bad Freienwalde (e.b./sd).

Witterungstechnisch scheint der Winter erst einmal vor-über und der Frühling streckt seine Fühler aus, da wird der erste Storch gemeldet. Storch Kurtchen Rotschnabel wurde als einer der ersten überhaupt in Brandenburg an seinem Nest am Scheunenberg gesichtet.

Regelmäßig beobachten Mitglieder des NaturFreunde Oberbarnim-Oderland e.V. die bekannten Storchennester und seit Mitte Februar wird sogar wieder täglich kontrolliert. Bereits am 15. Februar wurde der Adebar am Nest am Scheunenberg erstmals gesichtet. Er würde wohl aufgrund des warmen Wetters vom Frühlingserwachen ausgehen, vermuten die NaturFreunde. Kurtchen Rotschnabel, wie der jährliche Gast genannt wird, startet bereits nach einer kurzen Erholungsrast ins Oderbruch zur Futtersuche, so dass er noch nicht all zu oft auf dem Nest zu sehen ist. Nach der langen Reise muss sich der Storch zunächst stärken, bevor es daran geht, dass Nest zu reinigen und neu auszubauen. Wenn seine Partnerin kommt, muss alles fertig sein, sonst fliegt sie weiter und sucht sich einen zuverlässigeren Partner, erklären die Storchenkenner. Indes scheine es, als sei Kurtchen seine Partnerin Erna Schwarzfeder besonders wichtig, so dass er immer einer der ersten Störche ist, die aus dem Süden zurückkommen. Meist kommt er zwischen Ende Februar und Anfang März an.

Dass Kurtchen immer einer der ersten Störche Brandenburgs ist, liegt auch daran, dass Störche Segler sind und Aufwinde (Thermik) benötigen. Über dem Mittelmeer gibt es diese nicht, so das Störche nicht übers Meer kommen. Sie können als sogenannte Ostzieher nur entweder über den Bosporus (Meerenge Türkei) oder als Westzieher über die Straße von Gibraltar (Meerenge) fliegen – Dies aber nur bei Rückenwind. Bei starkem Gegenwind ist dies unmöglich. Kurtchen ist im Gegensatz zu den meisten seiner Brandenburger Artgenossen ein Westzieher. Er überfliegt aber seit einiger Zeit nicht mehr die Meerenge gen Afrika, sondern bleibt gleich in Spanien und ernährt sich dort von Müllkippen oder Reisfeldern. Warm genug ist ihm dort auch. Während die anderen Störche also auf günstigen Wind warten, ist Kurtchen in aller Ruhe frühzeitig aufgebrochen und somit einer der ersten Störche in Brandenburg.

Übrigens tragen die Störche ihre Namen nicht von ungefähr: Sie wurden von den NaturFreunden Oberbarnim-Oderland als Erinnerung an Erna und Kurt Kretschmann, den deutschlandweit bekannten Freienwalder Naturschützern, 2008 so benannt.

 

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