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Datum: 15.02.2019

Abstimmung bei Schulentwicklung

Neuenhagens und Hoppegartens Bürgermeister kooperieren im Bereich weiterführender Schulen

Hoppegarten/Neuenhagen (e.b./sko/sd). Nachdem bereits länger die interkommunale Zusammenarbeit in den Randberliner Kommunen forciert wird, gibt es aus Neuenhagen und Hoppegarten eine konkrete Maßnahme. So stimmten Ansgar Scharnke und Karsten Knobbe gemeinsam die Entwicklung der weiterführenden Schulen der Gemeinden ab.

Egal ob räumlich oder in den Herausforderungen der Verwaltungen: Die Kommunen rund um Berlin haben oftmals Berührungspunkte und sind eng miteinander verwoben, weshalb immer mehr Verwaltungen enger zusammenarbeiten. Dieses „Zusammenwachsen“ und  der Austausch bieten indes mehrere Vorteile. So müssen einige Problemstellungen nicht komplett neu gedacht werden, sondern können Verwaltungsmitarbeiter von den Erfahrungen der kommunalen Nachbarn profitieren. Für die Einwohner können Ressourcen gebündelt und Wege vereinfacht werden.

Außerdem können vorhandene und neue Infrastrukturen sowie Maßnahmen der Ortsentwicklung besser abgestimmt und optimiert werden, um zu erwartenden Entwicklungen besser Rechnung tragen zu können. Die Bürgermeister der Gemeinden Neuenhagen bei Berlin und Hoppegarten haben sich kürzlich zur Schulentwicklungs-planung für die weiterführenden Schulen abgestimmt. So wird die Gemeinde Neuen-

hagen im Interesse einer geordneten Schulentwicklungsplanung kein eigenes Grundstück zur Errichtung eines weiteren Gymnasiums im Schulplanbezirk II, zu dem auch beide Gemeinden gehören, vorstellen. „Neuenhagen unterstützt stattdessen vollumfänglich den von der Gemeinde Hoppegarten eingebrachten Standort auf dem sogenannten KWO-Gelände direkt am S-Bahnhof Hoppegarten“, schreibt Bürgermeister Ansgar Scharnke in einer Stellungnahme an den Landkreis Märkisch-Oderland. Dafür wird Hoppegarten die Gemeinde Neuenhagen im Bemühen, eine eigene staatliche Oberschule am Gruscheweg zu errichten, unterstützen, ergänzt sein Amtskollege Karsten Knobbe.

Für die Errichtung eines weiteren Gymnasiums in Hoppegarten sehen beide Bürgermeister gute Gründe: Der Schulplanbezirk II (SPB II) verfügt gegenwärtig nur über ein Gymnasium mit 125 Plätzen je Jahrgang bei rund 236 Kindern im Übergang von der sechsten Klasse auf ein Gymnasium. Das Defizit beträgt also aktuell vier Züge, der Deckungsgrad liege bei nur 53 Prozent der Nachfrage. Mit anderen Worten: Fast die Hälfte aller Kinder im SPB II finden keinen Platz für das Abitur im eigenen Schulplanungsbereich – und die Tendenz ist weiter steigend. Im Schulplanbezirk I, zu dem auch Strausberg gehört, bestehen dagegen zwei Gymnasien sowie das Oberstufenzentrum und die „Bundtstift“-Schule mit der Möglichkeit zur Erlangung des Abiturs. Den aktuell 300 Plätzen je Jahrgang steht eine Nachfrage von nur 188 Plätzen gegenüber. Hier bestehe folglich heute eine Überkapazität von vier Zügen.

Das einstige KWO-Gelände erfüllt den Kriterienkatalog des Landkreises, wobei folgende Punkte aus Neuenhagener Sicht besonders zu unterstreichen sind:

• Gesamtgröße des Grundstücks übersteigt die geforderten 14.000 Quadratmeter

• Synergien mit dem Einstein-Gymnasium Neuenhagen

• Zentrale Lage zwischen Hoppegarten und Neuenhagen unmittelbar am S-Bahnhof und den Buslinien 940, 942,943, 944, 945

„Damit ist der Standort Hoppegarten innerhalb weniger Minuten mit dem öffentlichen Nahverkehr aus allen Gemeinden des Schulplanungsbereichs II sowie aus Altlandsberg (SPB I) zu erreichen“, so Neuenhagens Bürgermeister. Der Bedarf an gymnasialen Plätzen werde dort befriedigt, wo er entsteht, ergänzt Karsten Knobbe.

Für Neuenhagen wiederum sei die Errichtung einer staatlichen Oberschule am Gruscheweg dringend notwendig, um auch hier dem steigenden Bedarf Rechnung zu tragen, machte Scharnke im Gespräch mit seinem Hoppegartener Kollegen deutlich.

Die Schülerzahlen dafür seien allein in Neuenhagen heute schon ausreichend. Knobbe sagte zu, die Nachbarkommune in ihrem Bestreben dem Landkreis gegenüber dahingehend zu unterstützen.

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