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Datum: 16.01.2019
Rubrik: Gesellschaft

Spielplätze länger öffnen bis Wahlleute

Grundschüler tauschten sich bei 10. Kinderkonferenz aus – Erweiterte Möglichkeiten mit Wahl am 20. Februar

Strausberg (sd). Die Wahl der Vertreter für das neue Kinder- und Jugendparlament Ende Februar sind ein Novum. Wie auf der zehnten Kinderkonferenz deutlich wurde, gibt es noch viele andere Themen, welche die jüngsten Einwohner der grünen Stadt am See bewegen und interessieren.

Die Kinder- und Jugendkonferenzen haben bereits Tradition in Strausberg und sind zu einem wichtigen Mittel in der Mitbestimmung der jüngsten Einwohner der Stadt geworden. Auch in der zehnten Auflage der Kinderkonferenz beteiligten sich rund 100 Schülerinen und Schüler aller Grundschulen der Stadt zu unterschiedlichen Themen in Workshops. Anschließend stellten die Jungen und Mädchen die Ergebnisse ihrer Arbeit in der großen Gemeinschaftsrunde in der Ton-Halle vor und gaben damit gleichzeitig Impulse für die weitere Arbeit der Verwaltung.

Auch bei eher trockenen Themen, wie Fördermittel, beteiligten sich die Kinder eifrig. Das lag wohl nicht zuletzt daran, dass sich an unterschiedlichen Stellen Mitglieder des aktuellen Kinder- und Jugendparlaments unter die Workshop-Teilnehmer gesellten, die aus ihrer praktischen Arbeit ergänzten und einiges besser greifbar machten. Zudem erklärte Steffi Domscheit, Fachgruppenleiterin Schule, Familie, Soziales und Sport, den Stoff sehr kindgerecht, wie Karoline Erping betont. Als „sehr produktiv“ empfanden Lasse Vergin und Yahel Vierung, die seit letztem Jahr die städtische Vertretung der Kinder und Jugendlichen verstärken, die Arbeit in den Workshops am Vormittag.

Dennoch stand die 10. Kinderkonferenz ganz im Zeichen der erweiterten Mitbestimmung der jüngsten Strausberger, wie sie Paragraf 18a der Brandenburgischen Kommunalverfassung seit letztem Jahr fordert. „Erstmals wird am 20. Februar das neue Kinder- und Jugendparlament, also die Vertretung der Kinder und Jugendlichen in der Stadtverwaltung gewählt. Bislang stellten sich die Mitglieder freiwillig von sich aus“, so Anja Looke. Nicht wenige waren Teilnehmer der Kinder- oder Jugendkonferenz und wollten sich anschließend einbringen, um die Stadt im Sinne der Jüngsten mitzugestalten, wie die Kinder- und Jugendsozialarbeiterin der Stadt ausführt.

Kinder ab der fünften Klasse können sich wählen lassen. Dazu müssten sie sich per Steckbrief zur Wahl aufstellen lassen. Ab der vierten Klasse wiederum könne dann gewählt werden. Es müsse geschaut werden, ob an dieser Regelung noch etwas geändert werden muss, da auch im Abschluss an die Konferenz immer wieder jüngere Kinder ihr Interesse bekundeten. „Vielleicht können wir das Wahlalter auch auf die dritte Klasse runtersetzen“, ergänzt Looke. Ideal sei indes ein Kinder- und Jugendparlament mit 32 Aktiven, da damit aus allen Strausberger Schulen Parlamentarier vertreten seien. Gegenüber den derzeit 12 Aktiven eine deutliche Steigerung, die auch mehr Gleichberechtigung und Mitbestimmung im ganzen Stadtgebiet bringen soll.

Doch das sei nur ein erster großer Schritt, denn es gelte, eine eigene Beteiligungssatzung zu entwickeln. Dazu wurde bereits eine Onlineumfrage ausgewertet, bei der Kinder und Jugendliche ausdrücken konnten, was sie denn besonders interessiert.  Eine Zeitung für die jüngsten Strausberger sowie ein eigener Geldtopf, der dann praktisch von  den Jüngsten für die Jüngsten verwaltet wird, sind weitere Überlegungen, die immer mehr Gestalt annehmen. Auch unter den Verwaltungsmitarbeitern und Stadtverordneten finden die Ideen zunehmend Anklang.

In einer großen Übersichtskarte zeigten Vertreter des ersten Worshops, wo es bereits Spielplätze im Stadtgebiet gibt und anhand von drei roten Punkten, wo noch Bedarf an Spielmöglichkeiten bestehe. Außerdem wurde in einem weiteren Workshop die Spielplatzordnung vorgestellt, welche den meisten Anwesenden in groben Zügen bereits bekannt war. Dass besonders in den Sommermonaten längere Spielplatzöffnungszeiten gewünscht werden, stellten sie dar.

Zum Schluss etwas in Zeitnot gerieten die Teilnehmer im Workshop „Was geht – Beteiligung an Schulen“. Drei Schülerinnen der Grundschule Am Wäldchen und Schulsozialarbeiterin Gina Studinski leiteten die Arbeit.

„Ohne Moos nichts los“, wurde die Thematik Fördermittel betitelt. So erklärten die Teilnehmer, dass jede und jeder bereits ab 18 Jahren für Verein und Initiativen Fördermittel bei Stadtverwaltung und darüber hinaus beantragen kann. Etwa acht Wochen vorher müssten Anträge gestellt werden, wie Anja Looke appelliert.

Im letzten Workshop ging es direkt um die Wahl und Wahlhelfer an den Schulen. Insgesamt bestätigten alle, viel Spaß gehabt zu haben und so manches nun anders zu sehen. Ein großer Dank gilt den Workshopleitern und Unterstützern, die abschließend auf die Bühne geholt und gesondert bedacht wurden. Mehr Infos auch unter www.jupa-srb.de.

BU: Teils sehr kreativ stellten die Kinder die Ergebnisse ihrer Arbeiten den anderen vor und diskutierten über manchen Aspekt.     Foto: BAB/sd

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