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Datum: 18.09.2018
Rubrik: Sport

Anstiege, Flachland, Kopfsteinpflaster, Landstraße

Strausberger Radsportwochenende bietet ein breites Teilnehmerspektrum

Strausberg (sd). An einem ganzen Wochenende treffen sich rund um den Strausberger Flugplatz Radsportbegeisterte und Freizeitradler zum „Rennen rund um Nord“. Als eines der wenigen verbliebenen großen Radrennen auf Straßen zieht das Event nicht nur Fahrer aus der ganzen Republik, sondern auch allen Alters an.


„Es ist alles dabei: Anstiege, Flachland, Kopfsteinpflaster, Landstraße“, loben Miikka Skolzen und Marian Beier vom RK Endspurt 1909 Cottbus. Die Junioren sind an beiden Tagen gestartet und sammeln so noch einmal 30 Punkte für die Wertung in der Landesmeisterschaft. Beide sind das dritte Mal dabei und sich sicher, auch im nächsten Jahr mitzufahren.


Seit drei Jahren ist Nicolas Zippan im Radsport aktiv und auch genauso lange schon beim Rennen um Nord dabei. Sowohl Samstag als auch Sonntag fuhr der 14-jährige mit. „Ich bin insgesamt zufrieden“, blickt Nicolas Zippan auf seine Leistungen zurück. Vor allem die längere Strecke am Sonntag sagt ihm sehr zu, auch wenn der Wind etwas störte. „Die Geschwindigkeit, schnell um die Kurven fahren und natürlich Gewinnen“ machen für Nicolas Zippan den Reiz am Radsport aus.


Mit ihm gingen drei weitere Fahrer des RSV 93 Königs Wusterhausen in Strausberg an den Start. Über 36 Kilometer setzte sich Teamkamerad Adrian Püschel auf Rand zwei noch vor Zippan ab.


Grund zum Jubeln hatte Gina Haberecht, denn die U17-Starterin belegte den ersten Platz und sicherte sich einen Landesmeistertitel. „Es gab viel Gegen- und Seitenwind“, berichtet die 16-Jährige vom 1. RSC. In zweieinhalb Runden legte die Strausbergerin 60 Kilometer zurück, die schon seit ihrem sechsten Lebensjahr auf dem Rad unterwegs ist. „Besonders freue ich mich auf die Massage nach den Wettfahrten“, sagt Gina Haberecht nach der Siegerehrung mit einem Schmunzeln.


Vor allem ist der Sport sehr zeitintensiv, weiß auch Mutter Anja Haberecht. Seit der siebten Klasse besucht Tochter Gina die Sportschule in Frankfurt, doch die Sorge gehe „nie ganz weg“, erklärt Anja Haberecht. „Ich bin stolz auf Gina“, ergänzt sie und setzt hinzu, dass im Radsport eine tolle Gemeinschaft zu finden sei. „Es ist ein fantastischer Zusammenhalt, da klappt dann auch alles“, so Anja Haberecht.


Bei den Senioren 4 ging Klaus Müller das erste Mal in Strausberg an den Start. Dieses Jahr hat der Torgauer bereits um die 40 Rennen absolviert und betont seine Vorliebe für Straßenrennen. „Ich will auch was erreichen“, beschreibt der 60-Jährige seinen Anspruch. „Ich will Straßenrennen fahren, wie sie bei den Deutschen Meisterschaften bekannt sind. Früher gab es viel mehr Straßenrennen, doch inzwischen überwiegen die Hemmnisse, was dem Radsport große Lücken zufügt“, so Klaus Müller vom Team Isaac Torgau. Als jüngster in seiner Altersklasse belegt er letztlich den dritten Platz.


Beim Jedermannrennen ist auch eine Strausbergerin auf die Strecke gegangen, die inzwischen kaum noch aus dem Radsport wegzudenken ist: Die 90-jährige Charlotte Henze. „Ich will hier noch ein paar Kilometer fürs Stadtradeln sammeln“, erklärt die Seniorin. Über 600 Kilometer habe sie sicherlich schon zusammen. „Bei Trainingsfahrten treffen wir Charlotte fast regelmäßig“, ergänzt Matthias Behr, Abteilungsleiter des gastgebenden 1. Radsportclub Strausberg (RSC). Doch aus gesundheitlichen Gründen muss Charlotte Henze nun etwas kürzertreten, wie sie sagt und hat daher die längere Strecke „noch einmal genossen“. Detlef Uhlig, Vizepräsident des Brandenburger Radsportverbunds und Matthias Behr begrüßten sie im Ziel mit einer eigens angelegten Goldmedaille.


Nach der Auszeichnung machte sich Henze direkt auf die Suche nach dem Motorradfahrer, der sie auf der Strecke begleitet hat. Mit einem Blumenstrauß dankte sie Klaus Müller persönlich. „Er war wie ein Ansporn für mich, nochmal alles rauszuholen“, so Charlotte Henze.


BU1: Miikka Skolzen (links) und Marian Beier (rechts) sind vor allem vom Verlauf und der Vielfalt der Strecke begeistert. Foto: BAB/sd



BU2: Detlef Uhlig (links) und Matthias Behr (Mitte) begrüßen und ehren Charlotte Henze (rechts). Foto: BAB/sd


BU3: Charlotte Henze dankt dem Helfer Klaus Müller persönlich mit einem Blumenstrauß. Foto: BAB/sd


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