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Datum: 18.09.2018
Rubrik: Sport

Es sollte wieder mehr Straßenrennen geben

Strausberger Radsportwochenende findet viel Zulauf – Aufwändige Organisation

Strausberg (sd). Das Radrennen rund um Nord erfreut sich großer Beliebtheit unter Radsportlern, was auch daran liegt, dass es eines der wenigen verbliebenen Straßenrennen ist. Junioren, Amateure und Freizeitfahrer ebenso wie Vereinssportler gingen auf die Strecken.


Aus dem ganzen Bundesgebiet reisten Teilnehmer nach Strausberg. Dieses Jahr waren es rund 750 Starterinnen und Starter. Die wahrscheinlich älteste Teilnehmerin fuhr beim Jedermannrennen mit: Charlotte Henze ist auch mit 90 Jahren regelmäßiger Gast im Radsport.


„Mit diesem Radsportwochenende sind wir einzigartig im Bundesgebiet“, so Matthias Behr, Leiter der Abteilung Radsport des 1. Radsportclub Strausberg (RSC) im KSC. „Wir machen das vor allem für die Kinder und Jugendlichen und danken den Bürgerinnen und Bürgern tausendfach für ihr Verständnis“, ergänzt Behr. Samstag und Sonntag wurden 17 Straßenrennen durchgeführt, die teils weiträumige Sperrungen erforderlich machten. Um die Strecken über 69 bis 116 Kilometer zu erreichen, wurden auch mehrere Runden gefahren.


Sonntag sei der ruhigste Tag des zweitägigen Rennens, erklärt Polizeihauptkommissarin Anja Hein. Sieben Beamte der Polizeiinspektion Märkisch-Oderland sicherten mit drei Funkstreifenwagen die Strecke ab. „Im vierten Jahr laufen die Absprachen reibungslos und alles ist so, wie es sein soll“, ergänzt Anja Hein.


Für einen Schreckmoment sorgte ein sportlicher Unfall während des Zielsprints: Drei Teilnehmer eines U13-Laufes verunfallten. Jedoch gehe es den beteiligten Jugendlichen den Umständen entsprechend gut und sie wurden sofort behandelt.


„All das wäre ohne die Sponsoren, Unterstützer und freiwilligen Helfer nicht schaffbar. Ob als Streckenposten, bei der Versorgung und Absicherung oder im Org-Zelt und bei der Vorbereitung“, so Matthias Behr. Zu dem Kern der regelmäßigen Sponsoren gesellt sich künftig wohl auch Getränke Hoffmann. „Wir machen auch viel für den Nachwuchs und freuen uns, auch dieses Event unterstützen zu können“, so Mario Benedikt von der Geschäftsführung. Seitens der TGA Heinemann wird alljährlich das Firmengelände für den Start-/Ziel- und Versorgungsbereich zur Verfügung gestellt.


Erstmals wurde neben den Einzelläufen auch die Landesmeisterschaft einer Straße in Brandenburg gewertet. Während jede und jeder für sich fährt werden die besten Brandenburger in der Meisterschaft entsprechend der Altersklasse gewertet.


Auch Fahrer des BSC Semper1925 aus Marzahn sind regelmäßig zu Gast beim Strausberger Rennwochenende. „Ich bin selber mit dem Angebot aufgewachsen und möchte das besondere Flair weitergeben“, so Trainerin Monique Gassel. Vor allem im städtischen Raum gäbe es nur „Fahrten um den Kirchturm“, sodass solche Straßenrennen eine willkommene Abwechslung sind. „Es ist immer schwerer geworden, Straßenrennen am Leben zu halten, was sicherlich auch dem organisatorischen Aufwand geschuldet ist. Solche längeren rennen müssen wieder häufiger sein, da hängt viel dran. In Berlin ist die Durchführung noch problematischer“, so die Trainerin. Zudem liege Strausberg fast um die Ecke. Bei den U15 weiblich, den Männern, Senioren, Jedermännern und Anfängern starteten Semper-Fahrer. „Wir sind eine recht kleine Truppe und immer gern dabei“, ergänzt Monique Gassel, die nach ihrer Fahrerzeit seit 2000 als Trainerin aktiv ist. Fahrten draußen seien etwas „ganz anderes“ und böten eine gute Wintervorbereitung. „Ich will ein Stück weit weitergeben. Was ich selbst so nicht hatte“, sagt Gassel und lobt die hervorragende Organisation.


 


BU: Start zum Jedermannrennen – hier konnten alle Fahrradinteressierten mitfahren, unter ihnen auch die 90-jährige Charlotte Henze. Foto: BAB/sd


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