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Datum: 18.09.2018

Bauen ja, aber nicht um jeden Preis

Baumaßnahmen vorgestellt – gute Auftragslage lässt Preise steigen

Strausberg (sd). Anlässlich der jährlichen Bürgerversammlung Vorstadt gab Bürgermeisterin Elke Stadeler auch einen aktuellen Überblick und Ausblick zu Projekten im Straßen- sowie Hochbau. Während viel geplant sei, müsse ein tragbarer Kompromiss zur finanziellen Belastung gefunden werden.


2019 werde der dritte Bauabschnitt Friedrich-Engels-Straße und Karl-Marx-Straße angegangen. Da das Vorhaben deutlich teurer werde, sei eine zusätzliche Bürgerversammlung am 24. September um 18 Uhr angesetzt. Stichstraßen machten das Vorhaben „spezieller“, wie Stadeler ergänzte. 2020 folgen Ausbauten der Ernst-Menger-Straße, der Rennbahnstraße und der Lindenpromenade. Erst 2021 und 2022 die Gustav-Kurtze-Promenade in zwei Bauabschnitten, 2025 schließlich die Jäger- und Schlagmühlenstraße.


„Bauen um jeden Preis ist nicht der richtige Weg“, sagte Stadeler und erinnerte an stetig steigende Kosten aufgrund sehr gut ausgelasteter Baufirmen. Im Verlauf des Abends war sie nicht die einzige. Außerdem wurden sowohl befestigte als auch unbefestigte Straßen in Stand gesetzt. Voraussichtlich im kommenden Frühjahr soll am Endpunkt Rudolf-Egelhofer-Straße ein PKW-Wendehammer eingerichtet werden.


Man müsse auch dazu stehen, wenn etwas nicht klappt, leitete Stadeler auf die Sanierung der Vorstadt-Grundschule ein. Gut, wenn auch etwas schleppend lief der Anbau des Musikschulpavillons. Im Hort Kunterbunt stehen bis zu 230 neue Kinderplätze und neue Arbeitsplätze zur Verfügung. „Es war von Anfang keine super Baustelle“, ergänzt die Bürgermeisterin und fügt hinzu, dass aktuell Prüfungen wegen dem herabgefallenen Putz liefen. Mit Gutachter und Anwältin werde gesichtet, wie viel Schaden bereits entstanden ist und noch entstehen könne. 3,46 Millionen Euro investierte die Stadt insgesamt.


Auf der zielgeraden befinden sich die Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten an der Kita „Juri Gagarin“, die am 5. Oktober offiziell übergeben wird. Auch die Container kämen bald weg, sodass als nächstes die Außenanlagen gestaltet werden. Rund 3,5 Millionen Euro wurden in die Aufwertung der Bausubstanz von 1972 gesteckt.


Größte Investitionen seien hingegen die neue Schulsport-Mehrzweckhalle in der Hegemühlenstraße mit 6,7 Millionen Euro und der Neubau der Kita „Zwergenland“ gemeinsam mit SWG, Stadtwerken und Johannitern. Nächster Schritt bei der Gestaltung des Bahnhofsumfeldes Stadt sei das künftige Bahnhofsgebäude. Wohnbaupotential soll in der Fließstraße erschlossen werden. Nachdem bereits seit 2003 Gespräche geführt werden, sollen hier 50 Einfamilienhäuser entstehen. Auch an der Bahnhofstraße entstehen nun fünf neue Häuser und das Wohngebiet am Annafließ wird entwickelt.


Hingegen ziehe sich der im April angekündigte Bau des Dachs am Bahnhof Vorstadt hin, da „Sperrzeiten nötig sind, die den Zugverkehr massiv einschränken“. Das bedürfe zahlreicher Absprachen. Erfreut zeigte sich die Bürgermeisterin angesichts des mittags unterzeichneten Durchführungsvertrags für den Neubau der Kindernachsorgeklinik. Damit werde Strausberg ein „Leuchtturm in Ostdeutschland“, der nicht zuletzt dank der Investitionsbereitschaft von Peter Fritz überhaupt erst möglich wurde.


Wie Elke Stadeler ergänzt, verhindere „eine Kostenexplosion“ die Sanierung des Abwasserpumpwerkes an der Hennickendorfer Chaussee. Hingegen werde des Abwasserwerk Eggersdorf saniert. Mehr Fachkompetenz im Bereich Hochbau wünschte eine Anwohnerin in Bezug auf die Lage an der Vorstadt-Grundschule.


BU: Bröckelte während der Sommerferien: Als Teil des Putzes an der Vorstadtgrundschule herabfielen warnen glücklicherweise keine Kinder in der Schule.      Foto: ODF/km

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