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Datum: 27.07.2018
Rubrik: Gesellschaft

Zwischenstation in Strausberg

„Titanen on tour“ setzen Zeichen für geeintes Europa und den Frieden

Zwischenstation in Strausberg

„Titanen on tour“ setzen Zeichen für geeintes Europa und den Frieden

Strausberg (sd). Von Brück im Fläming rund 2.300 Kilometer bis ins russische Weliki Nowogorod ziehen derzeit Vertreter des Kaltblut Zucht- und Sportvereins Brück e. V. – im Planwagen auf historischer Strecke den „Hellweg“ entlang. Eine Station führte sie in den Strausberger Ortsteil Ruhlsdorf.

Die Einfahrt der Planwagen und ihres kleinen Gefolges bot vor einigen Tagen einen ungewohnten Anblick am Ewaldhof. „Wir wollten schon immer mal zu den Titanen, haben es aber nie geschafft, Nun haben wir sie plötzlich hier“, so Eigentümer Jürgen Ewald. Komplett spendenfinanziert sind die Aktiven auf dem Treck unterwegs. Dabei wird auch unterwegs gesammelt, denn noch sind nicht alle Kosten gedeckt. Trotzdem startete die Tour wenige Tage zuvor in Berlin.

Am 4. Oktober ist die Ankunft in Weliki Nowogorod nahe St. Petersburg geplant. Doch zuvor geht es von Brück durch Brandenburg, Polen, Estland, Lettland, Litauen und Russland.

„Wir sind sehr gut durchgekommen. Vor allem freuen wir uns über die zahlreichen rücksichtsvollen Autofahrer und die vielen Unterstützer entlang der Strecke“, berichtet Sigrid Klink. Sie war bereits bei der ersten Tour 2009 über Belgien und die Niederlande nach Deutschland dabei. Unter anderem sind fünf Planwagen, ein Glockenwagen mit der Friedensglocke, ein Bierwagen und ein eigens angefertigter Bäckerwagen mit Ofen dabei. „Bäcker Plentz kann so stehts ein frisches Friedensbrot backen. Insgesamt sind etwa 25 bis 30 Leute dabei. Wobei die Besetzung immer wieder wechselt, sodass wir etwa 100 Aktive haben“, erklärt Treckleiter Friedbert Enders und freut sich, genau im Plan zu sein. Zum Friedensbrot erhalten Vertreter der Gastgeber eine Friedensglocke – so auch Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler, die den Konvoi persönlich begrüßte.

Unter den Mitfahrenden sind sowohl Jugendliche als auch über 80-Jährige. Stationen wie in Ruhlsdorf sind eine willkommene Erholung, ermöglichen den Pferden Rast und Stärkung und den Teilnehmern Ruhe. Um das Wohl der Kaltblüter und teils auch das der Menschen kümmert sich Dr. Claudia

Possardt. Die Tierärztin ist gleichzeitig Russlandexpertin und hat über frühere Bekanntschaften Kontakte genutzt und neue entwickelt. „Vor allem in Estland ging es darum, überhaupt neue Kontakte zu schaffen. Die Menschen sind überall freundlich und hilfsbereit. Dennoch hätte ich mir mehr Unterstützung aus Deutschland erhofft. Der Minister für Verbraucherschutz und Europa Ludwig unterstützt mit rund 70.000 Euro, doch sonst haben sich die Politiker eher zurückgehalten“, so Possardt. Bis kurz vor dem Start, glaubten einige nicht wirklich, dass das Vorhaben klappt.

Wer den Treck verfolgen und unterstützen möchte kann sich im Internet unter www.titanen-on-tour.eu stets aktuell informieren.

BU:„Titanen on Tour“: Die Planwagenpassagiere genossen den Zwischenstopp in Ruhlsdorf, der ihnen eine kleine Auszeit verschaffte.Foto: ODF/C. Mann

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