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Datum: 12.07.2018
Rubrik: Gesellschaft

Ungetrübtes Badevergnügen

Bei Sommerwetter sind Gewässer gefragt – Freiwillige Retter sorgen für Sicherheit

MOL/LOS/Hennickendorf (sd). Auch wenn das sommerliche Wetter in den letzten Tagen eine Pause einlegte, bleiben Sommer- und Ferienzeit die Hochsaison am und im Wasser. Die Gewässer weisen eine nachweislich gute bis sehr gute Qualität auf, doch für einen ungetrübten Badespaß sollte auch auf einiges geachtet werden.
Schon vor den Ferien schien der Sommer auf vollen Touren zu laufen, die Strandbäder und Seen waren voll, viele Aktivitäten wurden kurzerhand verlegt. So auch der Spiel-, Spaß- und Sporttag der Hennickendorfer Grundschule „Am Stienitzsee“. Angesichts von fast 30 Grad bauten die Kinder der fünften Klassen ihre sportlich-spielerischen Stationen am Strandbad auf und konnten die Jungen und Mädchen der ersten bis vierten Klassen zum Abschluss auch das kühle Nass genießen. Etwa 22 Grad wurden im Großen Stienitzsee gemessen.
Zusätzlich zum Rettungsschwimmer des Strandbads waren Vertreter der Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft präsent und sorgten für ungetrübten Badespaß. „Vor allem Kinder unterschätzen oft die Gefahren oder überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten. Treibt das Wasserspielzeug weg, wollen sie es schnell wiederholen und geraten schnell in tieferes Wasser und so selbst in Gefahr“, weiß nicht nur Peter Grenz von der Hennickendorfer DLRG-Gruppe. Daher sei es umso wichtiger, den Nachwuchs im Auge zu behalten und über Risiken zu sprechen. Doch auch Erwachsene geraten schnell in Not. „Besonders bei Geflüchteten ist die Zahl derer, die nicht schwimmen können hoch, sodass es immer häufiger zu Badeunfällen kommt“, heißt es übereinstimmend von der Kreisverwaltung und der Wasserwacht. Doch auch so sei in den letzten Jahren zu beobachten, dass viele Leute nur unzureichend oder gar nicht schwimmen können. Für die meistens ehrenamtlich tätigen Rettungskräfte bedeutet das mehr Aufwand. Um effektiv reagieren zu können, bedarf es da aktueller Technik, ständiger Weiterbildung und vor allem der Gewinnung von Nachwuchskräften.
Regelmäßig treffen sich Jugendwartin Ines Buhe von der DLRG Hennickendorf und die Jungen und Mädchen des DLRG-Nachwuchses. Die „Jettis“, kurz für Jugendeinsatztruppe, sind nicht nur sehr präsent und mit Eifer bei der Sache, sondern auch stolz auf das, was sie tun. „Anderen helfen zu können, ist toll. In Notsituationen richtig reagieren und vielleicht sogar Leben retten“, berichtet Antonia Wehrmann.
Zunächst wird an der Landeskatastrophenschutzhalle an der Berliner Straße die Fahne der DLRG-Jugend gehisst, dann geht es am den Strand zum Aufwärmtraining und anschließendem Training im Wasser. Von der einfachen Rettung hilfloser Personen, über die Zuhilfenahme von Schwimmbojen und Rettungsbrettern bis hin zur Rettung aus Booten lernen schon die Grundschüler viele Techniken.
„Wir haben ein tolles Nachwuchsteam. Wer mitmachen möchte, ist herzlich willkommen“, lädt Peter Grenz ein.
Im Beitrag des ODF Lokalfernsehens ist eine Trainigseinheit der DLRG-Jugend zu erleben. Einfach dem Link folgen und ansehen: https://www.odf-tv.de/mediathek/30643/Wasserrettung_auf_dem_Stienitzsee.html


BU: Ihren traditionellen Spiel-, Spaß-, Sporttag am Schuljahresende verlegten die Lehrer der Hennickendorfer Grundschule „Am Stienitzsee“ witterungsbedingt kurzerhand in das Strandbad am Großen Stienitzsee - sehr zur Freude der Kinder, die nach den sportlichen Stationen natürlich ins Wasser konnten.     Foto: BAB/sd


 

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