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Datum: 07.06.2018
Rubrik: Gesellschaft

Schülerlauf bringt gleich dreifache Unterstützung

Zehnter Run for help – Spenden über 7.218 Euro helfen gleich drei Projekten – über die Jahre mehr als 40.000 Euro erlaufen

Petershagen (sd). Aus der Idee eines Laufes für die gute Sache hat sich mit dem „Run for help“ eine feste Tradition der FAW-Gesamtschule in Petershagen entwickelt. Mit den Laufrunden und fleißigen Spendern unterstützen die Schülerinnen und Schüler dieses Jahr gleich drei Projekte.
Ein reges Treiben herrschte Donnerstagvormittag auf dem Waldsportplatz. Zum Glück war es noch nicht ganz so heiß wie die Tage zuvor, denn das sommerliche Wetter hätte den Run for help, also Laufen für Hilfe, mehr erschwert. Doch für Getränke und Vitamine sorgten fleißige Eltern im Start- und Zielbereich. Später wurde noch gemeinsam gegrillt.
Die Idee des Ganzen ist schnell erklärt: Schülerinnen und Schüler laufen Runden, für die vorher mit Sponsoren ein Spendenbetrag vereinbart wurde. „Je nachdem, ob pro Minute oder pro Runde oder mit einer Pauschale unterstützen uns die Sponsoren. Dabei sind Firmen, vor allem aber Angehörige und Privatleute“, erläutert die stellvertretende Leiterin der Petershagener Gesamtschule, Doreén Ritter. Gelaufen wird maximal 20 Minuten. Über 40.000 Euro sind so in den letzten Jahren zusammengekommen, wie Ritter weiter erklärt.
Die Gesamtsumme wird anschließend an Vereine und Institutionen weitergegeben, welche die Schüler unterstützen wollen. Von Anfang an dabei ist die Ortsgruppe der Deutschen Multiple-Sklerose-Gesellschaft (DMSG). Die Mitglieder der Ortsgruppe waren es auch, die mit ihrem Anliegen zur Unterstützung an die Schule herangetreten waren und letztlich den Run for help mit initiierten. Seit drei Jahren dabei sind die „Kristallkinder“, eine Pflegeeinrichtung für schwerkranke Kinder. Regelmäßig sind Vertreter der Institutionen an der FAW-Schule und informieren über ihre Arbeit. Umgekehrt können die Schülerinen und Schüler auch die Einrichtung der „Kristallkinder“ besuchen und dort sogar Praktika machen, wenn sie es sich zutrauen, denn die Arbeit ist nicht einfach.
Wie Doreén Ritter berichtet, hatte die Schule sogar eine Patenschaft mit einem der schwerkranken Kinder, das jedoch im März verstorben ist. „Wir haben auch einen großen an die Wand gemalten Baum, an dem unser Patenkind verewigt ist. Das hat die Schüler noch einmal mehr dazu gebracht, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen“, so die stellvertretende Schulleiterin.
Neu in diesem Jahr ist die Unterstützung für den Dorfsaal e. V. Dort hatte die Schule im letzten Jahr eine Veranstaltung durchgeführt und Teilnehmer stellten fest, dass sie die Aktiven an einigen Stellen unterstützen möchten.
Die Stimmung auf dem Waldsportplatz war bestens. Wer mit dem Fahrrad da war, konnte dieses auch gleich von der Polizei kodieren lassen. Wer von den Jungen und Mädchen nicht gerade in einem der Startfelder lief, feuerte von der Bande aus fleißig mit an. Sogar ein paar Lehrer, Eltern, Bekannte und andere Helfer liefen mit und sammelten so für den guten Zweck.
Auch Marco Rutter als neuer Bürgermeister Petershagen/Eggersdorfs holte das Laufoutfit heraus und machte mit. Das sei eine zusätzliche Motivation für die Jugendlichen, erklärte Rutter. Auch sein Amtsvorgänger Olaf Borchardt, der selbst mehrfach mitgelaufen ist, war wie die Jahre zuvor wieder mit dabei. Verletzungsbedingt konnte der Freizeitsportler nur von der Seitenlinie aus anfeuern. Natürlich spendeten alter und neuer Bürgermeister auch etwas. „Es ist eine schöne Tradition für den Ort, die Schule bringt sich aktiv in das Gemeindeleben ein“, fasst Pressesprecherin Kathleen Brandau zusammen.
Der Lauf habe sich von Jahr zu Jahr weiterentwickelt, wie Doreen Ritter berichtet. War der erste Run for help eher ein Lehrstück, wurden immer mehr Helfer gefunden, sodass letztes Jahr rund 5.200 Euro an Spenden zusammen kamen. Dieser Wert wurde dieses Jahr mit insgesamt 7.218,40 Euro nochmals übertroffen. Bereits im Vorfeld hatten die Schüler entschieden, mit wie viel Prozent die einzelnen Partner unterstützt werden sollen: 45 Prozent gehen an die DMSG-Ortsgruppe, 35 Prozent an die „Kristallkinder“ und 20 Prozent an den Dorfsaal e. V. Im Rahmen des Sommerfestes am 2. Juli werden auch die Läuferurkunden feierlich verliehen.


BU: Der gute Zweck spornt an: Um möglichst viele Spendengelder zu erhalten, liefen die Schülerinnen und Schüler auch bei sommerlichem Wetter ihre Runden.      Fotos (2): BAB/sd


BU2: Setzte ein Zeichen und sorgte für zusätzliche Motivation: Bürgermeister Marco Rutter (Mitte, im blauen T-Shirt) lief bei den Jungen der siebten Klasse mit.

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