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Datum: 04.05.2018
Rubrik: Sport

Halbmarathon über 110 Höhenmeter

20. Auflage des Märkisch-Alpinen Laufs – Landschaft reizt Teilnehmer


Buckow (sd). Nomen est Omen – der Märkisch-alpine Halbmarathon ist einer der anspruchsvollsten Läufe, die in der Region Berlin-Brandenburg zu finden sind. Doch gerade diese Herausforderung in Kombination mit den landschaftlichen Reizen der Märkischen Schweiz lockt nun schon in der 20. Auflage Teilnehmer von nah und fern nach Buckow.


Die Idee zur alljährlichen Laufveranstaltung durch die eindrucksvolle Landschaft der Märkischen Schweiz rund um Buckow hatten ursprünglich einige örtliche Gastronomen und Gewerbetreibende, die sich auch um die Versorgung an einzelnen Streckenposten kümmerten. Einer der Mitbegründer und seitdem permanenter Teilnehmer ist Sven-Äge Schnabel. Schnell wurde die Veranstaltung zum Selbstläufer: Immer mehr Teilnehmer forderten den Organisatoren immer mehr ab. Ab 2004 wurde dann mit der SG Concordia Buckow ein wichtiger neuer Partner gewonnen. Heute wird das Laufevent von der Stadt Buckow, dem Amt Märkische Schweiz, Tourismus Service Gesellschaft Buckow sowie stoppuhr.net, von denen die Zeitnahmetechnik stammt, organisiert.


Der Start- und Zielbereich wanderte über die Jahre vom Strandbad Buckow, über die Turnhalle zur Grundschule, wo er bis heute ist. Dolores Salabarria von der SG Concordia Buckow kann sich noch gut erinnern, wie sich die Veranstaltung entwickelt hat: „Inzwischen liegt der größte organisatorische Teil bei den Mitgliedern der SG Condordia.



Mit dem Standort ist auch eine gute Zusammenarbeit mit der Schule entstanden", ergänzt sie. Vor allem an den Versorgungspunkten entlang der Strecken und zur Absicherung sind zahlreiche Helfer im Einsatz. Zudem unterstütze die Polizei die Streckenabsicherung.


Die Sparkasse Märkisch-Oderland und der Landkreis unterstützen vor allem finanziell und bei Fördermitteln. Neben Halbmarathon und 10,7-Kilometer-Lauf gibt es noch Kinderläufe sowie Strecken über ein und zwei Kilometer und eine Klasse für Walker und Nordic Walker. Von der Schule verläuft die Großstrecke durch Buckow, entlang dem spitzen Berg, Dreieichen, Münchehofe, Hermersdorfer Forst, Eichendorfer und Pritzhagener Mühle, am Tornowsee entlang und über Dachsberg und Krugberg zurück zur Buckower Schule. Zwischen dem Krugberg als höchstem und der Eichendorfer Mühle als tiefstem Punkt liegen etwa 110 Meter Höhenunterschied.


„Es ist ein kleiner feiner Lauf", so Dolores Salabarria weiter. Es sei auch die familiäre vertraute Stimmung, die der Veranstaltung einen gewissen Besucherstamm einbringe. Ein Jahr mit über 100 Teilnehmern habe organisatorische Grenzen für die Ehrenamtlichen aufgezeigt. 78 Teilnehmer aller Altersgruppen über einen, zwei, 10,7 Kilometer und beim Nordic Walking sowie Halbmarathon wurden bei der 20. Auflage gezählt.


„Mit 29 Startern über 10,7 Kilometer zuzüglich drei Walker und 19 Halbmarathonläufern ist es ein recht ausgeglichenes Feld. Zu den Online-Meldungen kamen diesmal noch 28 Nachmeldungen", erklärt Karsten Lenke von stoppuhr.net. Seit 2002 Partner, stellt er die Transpondertechnik und veröffentlicht die Ausschreibung sowie Ergebnisse online. Per Videokamera wird zudem genau festgehalten, wer wann die Ziellinie überschreitet. Noch kurz vor dem Ziel hat Moderator Uwe Bethge Stellung bezogen. Als Lehrer und Mitglied der SG Concordia moderiert er die Veranstaltung und begrüßt die Teilnehmer. Ob ehemalige Schüler oder regelmäßige Läufer – Uwe Bethge kennt praktisch alle nicht nur mit dem Namen und ist von Anfang an dabei.


Schon als Schüler ist Carsten Krüger aus Strausberg in Buckow gestartet und auch bei seiner achten Teilnahme vorn dabei. In Strausberg geboren und in Müncheberg aufgewachsen, versucht der Wahlhannoveraner so oft wie möglich mitzulaufen. „Es ist eine anspruchsvolle Strecke, nicht so flach wie in Berlin. Vor allem komme ich gern in meine Heimat zurück und genieße die fantastische Landschaft", erklärt er kurz nach dem Zielleinlauf. Persönlicher Bestwert – und das nachdem er tags zuvor schon bei den Berlin-Brandenburger Landesmeisterschaften über 10.000 Meter siegte.


Robert Marx aus dem Spreenhagener Ortsteil Markgrafpieske hat es nicht ganz so weit und belegt Rang drei über 10,7 Kilometer. „Eine super Strecke, wenn auch anstrengend. Manche Baumstämme machen es eher zu einem Crosslauf", fasst die Neuenhagenerin Katja Lünser zusammen. Bei ihrer Premiere über 10,7 Kilometer belegte sie nach langer Trainingspause gleich den ersten Platz der Frauen. „Genau das richtige: Tempowechsel, Kraft und Koordination werden gefordert. Nächstes Jahr bin ich sicher wieder dabei", so Lünser weiter. „Vor allem beim Anstieg wird es nochmal anstrengend, aber oben angekommen, würde ich am liebsten erstmal Fotos von der tollen Aussicht machen. Gänsehaut pur beim Runterlaufen am Dachsberg", umschreibt Jennika Hammar. Die gebürtige Schwedin kommt schon das dritte Mal aus Berlin nach Buckow.


Einer von drei Nordic Walkern ist Eginhard Präger, der das zehnte Mal in Folge ganz oben auf dem Treppchen steht. Der 60-jährige Eberswalder will nach seiner zwölften Teilnahme nächstes Jahr über 10,7 Kilometer starten. „Herrlich, es gibt keine schönere Laufstrecke hier in der Gegend", so Präger.



Er kennt sie alle: Uwe Bethge (rechts) begrüßt Eginhard Präger beim Zieleinlauf an der Schule.     Foto: BAB/sd


 


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