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Datum: 20.04.2018
Rubrik: Gesellschaft

Feuerwehr 2017: 4.931 Stunden Ehrenamt

Bürgermeister Thomas Krieger verspricht: „Geld für die Feuerwehr wird immer da sein.“

Fredersdorf (la). Kein Alarmsignal und auch keine Sirene störten, als die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Fredersdorf Nord (FFWN) vor Kurzem zu ihrer Jahreshauptversammlung in der Feuerwache in der Bruchmühler Strasse zusammenkamen.
Gemeindebrandmeister Karsten Schulz eröffnete mit einem Grußwort die Veranstaltung und übergab das Wort an André Trebbow.
Dieser begann seinen Bericht mit generellen Ausführungen über das Ehrenamt, „welches heute nicht mehr gefragt ist.“ Von einem Desinteresse-Trend seien alle ehrenamtlichen Hilfsorganisationen betroffen, was jedoch noch nicht einmal das Schlimmste sei, so Trebbow. Verständnislos sei man viel mehr über Kommentare in sozialen Netzwerken wie „Müsst ihr denn nachts mit Sirene fahren?“ oder „Die löschen ja nur selbst ihren Brand“.
Dass den Kameraden, die unter Einsatz ihres Lebens (wie der tödliche Unfall mit zwei Feuerwehrleuten auf der Autobahn bei Netzen zeigte) auch noch Gewalt beim Einsatz widerfahre, mache ihn fassungslos. 
Deshalb sei man froh, so André Trebbow, dass die FFWN dessen  ungeachtet „Zuwachs“ bekam. 2016 seien es 27, 2017 32 aktive Einsatzkräfte gewesen. In diesem Jahr seien schon zwei weitere Anwärter hinzugekommen. 2016 habe man zwölf, 2017 sogar 14 Jugendfeuerwehrkräfte gehabt.
Das Jahr 2017 brachte insgesamt 77 Einsätze, von denen 59 technische Hilfeleistungen wie etwa bei Sturm- und Wasserschäden oder Personen in Notlagen darstellten. 18 weitere Einsätze betrafen Brände wie Wohnungsbrand, LKW-Brand oder Brand nach Blitzeinschlag.
2017 wurden von den Kameraden insgesamt 4.931 Stunden geleistet, wovon 1.865 auf die Wartung, Pflege und Objektbetreuung entfielen, 1.822 auf Aus- und Weiterbildung, 801 auf Einsatz- und Nachbereitungsstunden und 443 Stunden auf die Betreuung kultureller Veranstaltungen, Werbung, Kindergarten- und Schulbetreuung, berichtete André Trebbow abschließend.
Karsten Schulz hatte weitere Daten für beide Ortsteile bei der Hand: „Insgesamt gab es 2017 in Fredersdorf-Vogelsdorf 276 Einsätze, davon waren 234 technische Hilfeleistungen. Dabei wurden 23 Personen gerettet, ein Mensch konnte leider nur noch tot geborgen werden. 37 Mal musste die Feuerwehr zu Bränden ausrücken.“
Bürgermeister Thomas Krieger hob in seiner Rede die Notwendigkeit der Wehren hervor. Dazu sei eine gute Ausbildung und Top-Ausstattung notwendig. Deshalb wolle man auch trotz der zu erwartenden schwierigen finanziellen Lage der Doppeldorf-Gemeinde wegen eines Schulneubaus den Um- beziehungsweise Anbau des Feuerwehrgebäudes 2020/21 mit 500.000 Euro finanzieren. Er dankte allen Kameraden für die geleisteten Einsätze und wünschte wenig neue und wenn doch, dann eine gesunde Rückkehr von dort.
Stefan Wachsmuth trug den Rechenschaftsbericht des Fördervereins der FFWN e.V. vor. Dessen Aufgabe besteht etwa in der Organisation der jährlichen Oster- und Martinsfeuer, aber auch zum Beispiel von Kameradschaftsabenden oder gemeinsamen Ausflügen.
Der offizielle Teil endete mit einem Glückwunsch an Manfred Stechbart zum 80. Geburtstag.
Auszeichnungen bekamen Max Passow (Treuemedaille in Kupfer) für zehnjährige und Werner Winsel (Treuemedaille in Gold) für 50-jährige Zugehörigkeit bei der Freiwilligen Feuerwehr.


BU:  Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Fredersdorf-Nord blicken auf 77 Einsätze im Jahr 2017 zurück.     Fotos (2): BAB/la

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