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Datum: 09.10.2017
Rubrik: Gesellschaft

Altlandsberger Stück Familiengeschichte

Über 100 Nachfahren Ottos von Schwerin besuchten Schlossgut und Stadt


Altlandsberg (sd). Als „Woidke seiner Zeit" wird Otto Freiherr von Schwerin oft betitelt. Kürzlich führte ein Familientreffen seine Nachfahren auf das Schlossgut, wo sie ein Stück Familiengeschichte erleben konnten.


Mit zwei Bussen fuhren sie vor: Mitglieder der Familie von Schwerin. Alle zwei Jahre kommen sie aus ganz Deutschland zusammen. Sogar ein Otto von Schwerin war jetzt unter den besonderen Gästen auszumachen, die sich auf dem Gelände des ehemaligen Schlosses umschauten, das ihr berühmter Ahne einst errichten lies.


Bürgermeister Arno Jaeschke hieß die vier Generationen im Gutshaus willkommen. Natürlich im Otto von Schwerin-Saal. Hier zeigte er in einem Vortrag, wie der Freiherr, dessen Geburtstag sich vergangenes Jahr zum 400. Mal jährte, die Stadtentwicklung prägte. Die momentanen und kommenden Entwicklungen auf dem Schlossgut-Areal beeindruckten die Besucher merklich. „Es bedarf schon viel Mut und gutem Willen, so ein gewaltiges Vorhaben anzugehen und vor allem durchzuhalten, um es letztlich zu einem gelungenen Abschluss zu bringen", so Detlef Graf Schwerin. Letzlich bat er noch darum, dass über das Sanierungsprojekt „Städte mit historischem Stadtkern" berichtet wurde, deren Gründungsmitglied Altlandsberg ist.


Anschließend führten Nachtwächter Horst Hildenbrand und Ralf Thaler vom Heimatverein die Nachfahren in zwei Gruppen durch die Stadt und über das Gut.


Nicht zuletzt durch die zahlreichen Veranstaltungen zum 400. Geburtstag Ottos von Schwerin entstand ein reger Kontakt zu Detlef Graf Schwerin aus dem Berliner Familienzweig. „Er war so begeistert von unserer Arbeit, dass er sogar Mitglied der Fördergesellschaft Schlossgut Altlandsberg geworden ist", berichtet Hildenbrand. „Professor Niedrich war unser persönlicher Zugang zur Stadt und knüpfte schon vor einigen Jahren die Kontakte", ergänzt Detlef Graf Schwerin. Inzwischen kennen sich die Akteure teils auch per Vornamen und stehen im regelmäßigen Austausch. So konnte Professor Hartmut Niedrich mit vielen historischen Dokumenten, die in Altlandsberg vorliegen, die Familienchronik ergänzen und ein sehr genaues Bild nicht nur vom Wirken, sondern auch vom Menschen Otto von Schwerin zeichnen.


Ein knappes Jahr nehme die Planung des Familientreffens in Anspruch, wie Graf Schwerin erklärt. Daher sei bereits zu den letztjährigen Feierlichkeiten der Entschluss gefallen, einen Ausflug in die ehemalige Königsstadt vor den Toren Berlins zu unternehmen. Um die einzelnen Familienmitglieder zuordnen zu können, trugen alle Schildchen, auf denen der Vorname, die Seite im Familienbuch, auf der über sie berichtet wird, und letztlich auch die Linie der verzweigten Familie vermerkt waren.


Bevor es auf den Heimweg ging, stärkten sich die Gäste bei einem zünftigen Essen im großen Saal des Brau- und Brennhauses.



BU: Andrang im Otto-von-Schwerin-Saal: Die Nachfahren des berühmten Altlandsbergers erhielten zunächste Einblicke in die Entwicklung des Schlossgutes.     Foto: BAB/sd


 



 


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