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Datum: 15.08.2016

Radweg nach Altlandsberg nicht vor 2018

Landesbetrieb sagt, dass ein frühzeitiger Bau nicht ohne Fördermittel möglich sei


Fredersdorf-Vogelsdorf (lh). Der fehlende Radweg zwischen Fredersdorf-Nord und Altlandsberg erregt schon lange die Gemüter. Im Juni beauftragte die Gemeindevertretung den Bürgermeister Thomas Krieger, sich mit Altlandsberg in Verbindung zu setzen, um die Möglichkeiten des Grundstücksankaufs entlang dieses möglichen Radweges zu klären. Wie Krieger die Abgeordneten im Juli informierte, gibt es derzeit keine Neuigkeiten diesbezüglich. Und auch sonst herrscht Stillstand. Die Sachlage gestaltet sich so, dass für die Finanzierung von Radwegen an Landesstraßen außerhalb von Ortschaften grundsätzlich das Land zuständig ist. Der Landesbetrieb Straßenwesen als Bauträger des Landes hat deutlich gemacht, dass für den Radweg zwischen Fredersdorf und Altlandsberg bis jetzt keine Mittel im aktuellen Haushalt und in der mittelfristigen Investitionsplanung eingestellt sind. Daher gibt es nun zwei Möglichkeiten der Finanzierung: Altlandsberg als Baulastträger übernimmt zehn Prozent der Baukosten und den Unterhalt. 90 Prozent würden über Fördermittel des Landes abgedeckt, wobei unklar ist, ob diese Fördermittel tatsächlich auch ausgeschüttet werden. Die zweite Variante beinhaltet, dass das Land die 100-prozentige Finanzierung aus Fördermitteln, beispielsweise aus dem EFRE-Programm (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung), übernimmt. Der rund 1,5 Kilometer lange Radweg entlang der L 30 soll nach bisherigen Schätzungen rund 300.000 Euro kosten, hinzu kommen noch Kosten für die Anpassung der Ampel an der Kreuzung L 30/ L 33, die sich auf ca. 30.000 Euro belaufen. Unter der Voraussetzung des Flächenankaufs 2017, einer zeitnahen Zustimmung aller Betroffenen, einer schnellen Lösung der Finanzierungsfrage und eines kurzfristigen Abschlusses einer Verwaltungsvereinbarung könnte sich der Bau im Herbst 2018 anschließen, so Krieger. Sollte der fehlende Flächenankauf an der Weigerung des Eigentümers scheitern, heißt das, dass für ein entsprechendes Baurechtsverfahren der Landesbetrieb als Vorhabenträger handeln und ein Planfeststellungsverfahren vorbereiten und durchführen müsste. Für das Verfahren sind erfahrungsgemäß zwei Jahre einzuplanen. Das Vorhaben muss zudem vom Landesbetrieb entsprechend seiner personellen und finanziellen Kapazitäten eingeordnet werden, das bedeutet, dass es auch hier zu weiteren Verzögerungen kommen kann.



BU: Bisher ist der Weg nach Altlandsberg für Radfahrer ein Wagnis. Wann ein Radweg kommt, ist unklar.                Foto: lh


 



 


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