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Datum: 09.02.2018

„Sichere Adresse“ als Blaupause fürs ganze Land

Innenminister Schröter lobt Projekt „Sichere Adresse Neuenhagen“ – Deutliche Wirkung in polizeilicher Einbruchstatistik


Neuenhagen (e.b./sd). Zum vierten Forum „Kommunale Kriminalitätsprävention" war auch Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter zu Gast in Neuenhagen. Er lobte das Präventionsprojekt „Sichere Adresse Neuenhagen" als beispielgebend für ganz Brandenburg.


„Dieses Netzwerk aus Verwaltung, Polizei und bürgerschaftlichem Engagement sollte als Blaupause für das ganze Land dienen. Dieser Dreiklang klappt hier vorzüglich", so Schröter. Schon wer sich mit dem Wunsch herumträgt, in Neuenhagen ein Eigenheim zu errichten, wird von Verwaltung und Polizei über einbruchhemmende Fenster und Türen informiert. Dies sei immer besser und auch kostengünstiger, als im Nachhinein sein Haus umzurüsten. Bürgermeister Jürgen Henze betonte: „Wir haben uns die kommunale Kriminalitätsprävention zur Pflichtaufgabe gemacht." Er dankte zugleich den Bürgervereinen der Gemeinde, die seinerzeit den Anstoß dazu gegeben hätten. Gemeinsam werde das Projekt weiterentwickelt, so neuerdings auch in Kooperation mit der Nachbargemeinde Hoppegarten.


Hoppegartens Bürgermeister Karsten Knobbe erläuterte sodann den etwas anderen Ansatz, den seine Gemeinde auf diesem Weg verfolge. In der Region gebe es schon lange funktionierende Sicherheitspartnerschaften in Hönow und Birkenstein, seit 2014 auch einen festen Arbeitskreis Kriminalitätsprävention Hoppegarten, in dem neben Verwaltung, Polizei und Sicherheitspartnern auch ein Vertreter des Weißen Rings, der Unternehmervereinigung und der Sozialarbeiter der Lenné-Oberschule mitwirke. „Wichtig ist es, weitere Multiplikatoren zu gewinnen", so Karsten Knobbe.


Janina Meyer-Klepsch, im Neuenhagener Rathaus die Verantwortliche für das Projekt „Sichere Adresse Neuenhagen" und in dieser Funktion auch wichtige Ansprechpartnerin für Polizei und Innenministerium, machte deutlich, dass immer wieder versucht werde, neue Formate zu finden, um den Bürgern das Thema kommunale Kriminalitätsprävention näher zu bringen. So werden am Samstag, 17. Februar 2018 im Gemeindesaal Hoppegarten unter dem Motto „Verbrechensbekämpfung mal anders" Uwe Madel vom RBB und Jürgen Schirrmeister von der Polizeiprävention Märksich-Oderland Tipps geben, wie Bürgerinnen und Bürger sich vor Einbrechern und Trickbetrügern schützen können. Geplant sind überdies am 23. April ein U-Bahntag in Hönow sowie am 25. April der S-Bahntag in Neuenhagen. Auch spezielle Informationstage im Rahmen der Seniorenwoche sind in beiden Gemeinden vorgesehen. Zum Sicherheitstag im Herbst sei eine Kooperation mit der Neuenhagener Feuerwehr vorstellbar, so der Ausblick von Janina Meyer-Klepsch.


Wie sehr das Projekt „Sichere Adresse Neuenhagen" Wirkung zeige, betonte Jürgen Schirrmeister von der Polizei. Nach 69 Einbrüchen noch im Jahr 2013 in Neuenhagen konnte diese Zahl auf 38 im Folgejahr und schließlich auf 24 im Jahr 2015 gesenkt werden. Für 2016 weist die polizeiliche Statistik 33 Einbrüche aus und auch 2017 werde keine signifikante Erhöhung zu verzeichnen sein, so Schirrmeister.



BU: „Vorbildlich": Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (Mitte, stehend) lobte die Zusammenarbeit lokaler Sicherheitspartner und der Polizei.      Foto: e.b.


 



 


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