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Datum: 09.02.2018

Raum für neue Ideen schaffen

Grundstein für Erweiterung der Immanuel-Klinik gelegt


Rüdersdorf (sd). Die Entwicklung auf dem Gelände der Immanuel-Klinik in Rüdersdorf schreitet voran. Nachdem im vergangenen Herbst die Baugenehmigung erteilt wurde, konnte nun der Grundstein für den Neubau der Psychiatrie gelegt werden.


„Der Neubau führt vor allem Vorhandenes zusammen und ermöglicht neue Konzepte, indem alles in einem Haus gebündelt wird", gerät Professor Dr. Martin Heinze fast ins Schwärmen. Der Sektor Psychosomatik wachse, was eine Kapazitätserweiterung zur logsichen Konsequenz mache, wie der Chefarzt der Psychiatrie und Therapie erläutert.


Der Winter sei glücklicherweise mild genug für den Betonguss, leitete Alexander Mommert, Geschäftsführer Krankenhaus und Poliklinik ein. Viele Mitarbeiter seien froh, dass es endlich soweit ist, so Mommert weiter. Überlegungen zum Neubau gäbe es schon seit acht Jahren. Insgesamt wachse der Klinik-standort am Kalksee, was Mommert auch an 1.000 Geburten im vergangenen Jahr deutlich machte. Ein steigendes Leistungsspektrum, immer mehr Patienten und Mitarbeiter – mit 94 Planbetten und 68 Tagesplätzen wäre die Psychiatrie mittlerweile die größte Abteilung. Zudem sei die Immanuel-Klinik Vorbild im Bereich Innovationen und Lehre, so Mommert weiter. „Wir schaffen endlich Raum für künftige Ideen", schloss der Geschäftsführer. Rund 7,7 Millionen Euro Investition in den Neubau seien veranschlagt. Läuft alles nach Plan, kann das Vorhaben bis zum Sommer 2019 eingeweiht werden. Rund 3.200 Quadratmeter Bruttofläche stehen künftig zur Verfügung. Durchbrüche zum Bestandsgebäude schlagen dabei im wahrsten Sinne Brücken zwischen Vergangenem und Neuem. Vor allem stehe der Nutzen für die Patienten im Vordergrund, was über bessere Bedingungen für das Klinkpersonal erreicht werde, führte Mommert aus.


Dass Gelände wurde bereits durch den Neubau verändert, erklärte Architekt Markus Legiehn und bezog sich nicht nur auf den Sandberg zwischen DDR-Altbau und Klinikgebäude, der für den Erweiterungsbau abgetragen wurde. Etwa 5.000 Kubikmeter Sand waren es, schätzt Legiehn. Vom neuen ebenerdigen Eingang zum Bestandsgebäude, über den künftigen Blick über den Vorplatz der Psychiatrie zeichnet der Architekt ein Bild, das die Fantasie anregt. Der Dreigeschosser wird dabei u-förmig an den Bestand anschließen. Besonders sei ein 400 Quadratmeter großer Innenhof, der für Nähe, Moderne und Licht sorge.


Licht sei das richtige Stichwort, griff Professor Dr. Martin Heinze auf. „Das Gebäude ist für seinen Zweck konzipiert worden und sorgt für ein ganz neues Gefühl der Transparenz und Offenheit in einen Kliniksektor, der nach wie vor noch oft mit enge und verschlossenen Türen in Verbindung gebracht wird", so Heinze. Neben den großen Glasflächen sei es zukünftig auch möglich, das Gebäude in einem großen Kreis zu durchqueren. Um einen besseren Eindruck von der Arbeit zu vermitteln nahmen Architekten sogar an Visiten der Ärzte teil. Gleichzeitig erinnerte Heinze, dass der Neubau im Grunde kein großes Wachstum bringe, sondern eher bislang getrennte Abteilungen und Bereiche zusammen bringe.


Die Arbeitsweise der Psychiatrie habe sich fast komplett gewandelt, es werde immer mehr ambulant gearbeitet und viele inhaltliche Aspekte seien dazu gekommen, erklärte Heinze weiter.


In Vertretung von Bürgermeister André Schaller dankte Philipp Thieme für das Standortbekenntnis der Klinik und unterstrich die Bedeutung für die Gemeinde.


Neben Bauplänen, Baugenehmigung, aktueller Zeitung und Münzen ergänzte Pfarrerin und Klinikseelsorgerin Vera Kolbe eine Engelsfigur, die in die Grundsteinkartusche kam. In ihren Segensworten bedachte die sie Mitarbeiter und Patienten und appellierte an das ganzheitliche Wohl sowie Teamgeist und Verlässlichkeit.


Mit drei symbolischen Hammerschlägen besiegelten Kolbe, Heinze, Mommert und Legiehn die Grundsteinlegung.



BU: Mit Grundsteinkartusche: Markus Legiehn, Martin Heinze, Vera Kolbe und Alexander Mommert vor dem Baufeld auf dem Klinkgelände. Links im Hintergrund der Bestandsbau aus DDR-Zeiten und rechts das Klinikgebäude.        Foto: BAB/sd


 



 


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