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Datum: 09.10.2017
Rubrik: Sport

Der besondere Traditionslauf

Wenn alte Hasen und Neulinge um den Straussee rennen


Strausberg (bey). Für die einen ist es Tradition – für die anderen eine ganz neue Erfahrung: Spaß haben auf jeden Fall alle beim Bewegen in der Natur. Wenn dabei auch noch der Straussee umrundet werden kann, ist das eine besondere Kombination.


„Der Strausseelauf ist mein Lieblingslauf, ich mag die Strecke und verbinde mit dem Event ein Stück Heimat", sagt Jochen Malz. Aufgewachsen ist er in Neuenhagen, zur Schule gegangen in Strausberg. Seit 50 Jahren nimmt der Berliner an der bekannten Veranstaltung teil. 1966 zunächst als Helfer, drei Jahre später absolvierte er den 9,2 Kilometer langen Kurs erstmals selbst.


Mit seiner Leidenschaft für diesen Lauf steckte er auch Susanne Möller aus Neuenhagen an. Beide trainieren schon lange zusammen und gingen vor einigen Tagen gemeinsam in die Spur. „Ich fühle mich gut", betonte die 52 Jährige im Ziel. Obwohl nicht ihr ideales Laufwetter herrschte. „Denn dann hätte es heiß und trocken sein müssen", sagte sie lächelnd.


Trotzdem ist sie mit ihrer Laufzeit von 46,31 Minuten zufrieden. In ihrer Altersgruppe belegte sie den 5. Platz. Jochen Malz sieht das ähnlich und nahm seine Urkunde mit der vermerkten Zeit von 48,39 Minuten gerne entgegen.


Und was kommt jetzt noch? Für beide war das erst einmal der letzte Wettkampf in dieser Saison – Susanne Möller ging kürzlich ebenso beim Berlin Marathon erfolgreich an den Start. Trainiert wird aber trotzdem weiter: Vier- bis fünf mal die Woche, egal bei welchen Temperaturen.


Für Dagmar Rocktäschel von der TSG Seelow hätte das Wetter beim Strausseelauf nicht besser sein können. „Wenn ich in kurzen Hosen rennen kann, ist das für mich ideal", erklärte die 53-Jährige. Die Freizeitsportlerin entschied sich erstmalig für den Halbmarathon und kam nach einer Stunde, 45 Minuten und 20 Sekunden als erste Frau ins Ziel. Insgesamt belegte sie in dieser Disziplin den 40. Platz.


„Ich fand die Strecke zwar schön, aber wirklich schwierig, durch die vielen Hügel", sagt die Seelowerin. Jeden zweiten Tag zog sie in den vergangenen Monaten ihre Laufschuhe an. Schließlich hat sie 2017 noch ein ganz großes Ziel vor den Augen: ihren ersten New York Marathon. Die Strecke um den Straussee sieht sie als „Generalprobe und gute Vorbereitung".


Dass sie nächstes Jahr wieder antritt, steht bereits fest. „Mir gefällt die Atmosphäre und die tolle Umgebung", schwärmt die Sportlerin.



BU:  Gut gelaufen: Susanne Möller und Jochen Malz (von links) freuten sich über ihre guten Platzierungen.     Foto: BAB/bey


 



 


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