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Datum: 29.09.2017
Rubrik: Gesellschaft

Den eigenen beruflichen Weg finden

22. Auflage des Strausberger Ausbildungstags – Ab nächstem Jahr neuer Standort


Strausberg (sd). Bereits vor der Eröffnung des 22. Strausberger Ausbildungstages tummelten sich in der Multifunktionshalle des Oberstufenzentrums zahlreiche Besucher. Aufgrund des großen Zuspruchs ist für die nächste Auflage eine räumliche Veränderung in Planung.


Bürgermeisterin Elke Stadeler zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz sowohl der Aussteller als auch der Besucher zur diesjährigen Ausbildungsmesse. Organisatorin Stefanie Keitel vom Fachbereich Finanzen und Wirtschaft sprach von einigen Herausforderungen. Seit Januar wurde die Veranstaltung geplant, aufgrund begrenzter Platzkapazitäten konnte der Ausstellerrekord vom letzten Jahr mit fast 70 Ständen nicht ganz eingestellt werden. „Nächstes Jahr soll der Ausbildungstag in die neue Schulsportmehrzweckhalle an der Hegermühlenstraße verlegt werden", verriet die Fachbereichsleiterin. Dort wäre nicht nur mehr Ausstellungsflächen vorhanden, sondern mit der Nähe zum EWE-Parkhaus auch das Parkplatzproblem gelöst. „Die Kollegen arbeiten alle Hand in Hand", lobte Keitel die Unterstützung und Zusammenarbeit.


Mit Eltern oder Freunden waren viele Besucher auf der Suche nach einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz. Fabian Heiland beispielsweise hat im kommenden Frühjahr ein Schulpraktikum und suchte nach einem passenden Betrieb. Am liebsten möchte der Strausberger Schüler in den IT-Bereich oder die Mediengestaltung gehen. Ein erstes Gespräch am Stand von rlc aus Rüdersdorf lief bereits vielversprechend, sodass er seine Bewerbung schnellstmöglich einreichen wird. Hier sind viele verschiedene Betriebe vertreten", hebt Fabian hervor. Seine Mutter Manuela Heiland zeigte sich beeindruckt: „Wir haben schon so viel erfahren - das weiß man ja sonst eher nicht." Sogar Praktikumsplätze seien schwer zu bekommen, sodass sie sich mit ihrem Sohn frühzeitig auf die Suche machte.


Phil Hirselon, der seit August die Ausbildung zum Industriekaufmann bei rls absolviert, berichtete von seinen Erfahrungen. Lange habe er einen Beruf gesucht, der passe, zwei Jahre mit dem Fachabitur überbrückt und nun seinen Traumberuf gefunden. Dass er schon viele Bereiche kennengelernt hat, gefällt ihm besonders gut.


Schon früher hat Michelle Schenkirsch ihren Freunden die Haare frisiert und sich mit dem Beginn einer Ausbildung zur Frisörin mit Nageldesign in der Strausberger LindenOase ihren großen Wunsch erfüllt. „Erst wollte ich Kindertherapeutin werden, doch die praktische Arbeit und vor allem der Spaß daran standen im Vordergrund. In den ersten Wochen konnte ich bereits viele Aufgaben selbst ausführen", so die junge Strausbergerin. Interesse für den Beruf sollte vorhanden sein und man solle sich nicht von Gehältern abschrecken lassen, rät sie weiter.


Angelique Küter, Tabea Scheil und Matti Müller aus Schöneiche hatten ganz unterschiedliche Gründe für den Besuch. Über Bekannte erfuhr Matti von dem Angebot und nahm seine Klassenkameraden mit. Der Jugendliche aus Schöneiche überlegte, Psychologie zu studieren. Aufgrund seiner technischen Interessen stellt er sich nun eher vor, als Kameramann aktiv zu werden.


Der Ausbildungstag biete ein breites Angebot und es lohne sich, bei vielen Ausstellern genauer hinzusehen, sagt er.


„Warum Menschen handeln, wie sie handeln, hat mich schon immer fasziniert", so Tabea Scheil. Sie will Kriminalpsychologin werden, Da dafür ein Studium erforderlich ist, hat sie sich gleich an einer Fachschule über Auslandsaufenthalte informiert.


Elftklässlerein Angelique Küter ist noch zwischen dem Eventbereich und der Schauspielerei hin und her gerissen. Das darstellende Spiel im Unterricht interessiert sie sehr, aber auch organisatorisch sei sie ein Ass.


Während bisheriger Praktika haben die Schüler aus Schöneiche zumindest bereits erfahren, was ihnen liegt und was nicht. So bietet nach Mattis Ansicht eine Anstellung als Bibliothekar wenig Zukunftschancen. Bei einem Praktikum als Drogistin fühlte sich Angelique ausgenutzt, da sie nur Regale einräumte, wie sie sagt. Nach ihrem Praktikum in einem Kindergarten kann sich Tabea hingegen diesen Bereich als Alternative vorstellen.



BU: Angelique Küter und Tabea Scheil aus Schöneiche informierten sich über viele unterschiedliche Ausbildungsangebote, wie hier bei Judith Liebe (von links).    Foto: BAB/sd



BU2: Fabian Heiland (rechts) erfuhr vom Auszubildenden Phil Hirselon viel aus der Berufspraxis.     Foto: BAB/sd


 



 


 



 


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