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Datum: 06.01.2017
Rubrik: Gesellschaft

GartenNachbarn haben engagierte Pläne

Strausberg und Petershagen/Eggersdorf treten der Kooperation bei

Märkisch-Oderland (lh). 2016 war ein ereignisreiches Jahr für die GartenNachbarn. Setzte man Anfang des Jahres noch große Hoffnungen auf Fördermittel aus dem Stadt-Umland-Wettbewerb, so zerplatzte diese Illusion nur wenige Monate später und es war klar, dass es keine Gelder geben wird. Doch von Anfang an waren sich die GartenNachbarn einig, dass die Zusammenarbeit weit über den Zusammenschluss, um Fördermittel zu bekommen, hinausgehe. Nach der ersten Enttäuschung haben sich die einzelnen Kommunen neu aufgestellt. Alle Projekte der Kommunen werden weiter verfolgt. Der Museumspark Rüdersdorf hat für seine Vorhaben aus einem anderen Fördertopf umfangreiche Fördermittel erhalten, kann also den Ausbau des Museumsparks fortsetzen. Altlandsberg hat für sein Schlossgut ebenso Fördermittel erhalten wie Hoppegarten für die Sanierung des Kaiserbahnhofs. Fredersdorf-Vogelsdorf wird am Wiederaufbau des Gutshofs in Fredersdorf festhalten und hat dazu im Haushalt erste Mittel eingestellt, auch wenn dies jetzt einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen wird als dies mit Fördermitteln möglich gewesen wäre. Neuenhagen beginnt 2017 mit der Gestaltung des Sport- und Geschichtsparks Bollensdorf aus eigener Kraft – die Abrissarbeiten auf dem Gelände als vorbereitende Maßnahmen haben bereits im Dezember begonnen. Aber auch die Vernetzung untereinander wurde weiter vorangetrieben. Beispielsweise wurde die Zusammenarbeit mit dem Regionalmanagement Marzahn-Hellersdorf, der IGA Berlin, dem Wirtschaftskreis Marzahn-Hellersdorf, dem Landkreis und dem Tourismusverband Seenland Oder-Spree in Vorbereitung der IGA 2017 deutlich intensiviert. Janina Meyer-Klepsch, Projektkoordinatorin der Gemeindeverwaltung Neuenhagen, sieht hier noch Optimierungsbedarf. „Insgesamt legen in der interkommunalen Zusammenarbeit einzelne Kommunen nicht genug Durchhaltevermögen an den Tag. Es ist unstrittig, dass in allen Kommunen vielfältige Aufgaben zu bewältigen sind, aber man muss auch Ressourcen für dieses Vorhaben bereitstellen, wenn es zum Erfolg für alle werden soll“, sagt sie. Sie betont, dass sich insbesondere Fredersdorf-Vogelsdorf nach der Bürgermeisterwahl, leider zurückgezogen hat, da der Bürgermeister andere Prioritäten setzt. Für Thomas Krieger, der seit Februar 2016 Amtschef der Gemeinde ist, steht der Tourismus in seiner Gemeinde nicht an erster Stelle. „Wir sind da einfach ganz anders aufgestellt als die anderen Kommunen. Solange unser Gutshof noch nicht fertig ist, fehlt uns ein touristischer Anziehungspunkt.“ Für ihn liegt der Schwerpunkt für seine Gemeinde eher auf der Wirtschaftsförderung, was nicht heißt, dass Fredersdorf-Vogelsdorf die Kooperation verlassen will. Zudem verweist Krieger darauf, dass es ja den Tourismusverein „S5“ gäbe.
2016 wurden durch die Kooperation viele Maßnahmen auf den Weg gebracht. Gemeinsam wurde eine Gartennachbarn-Rundtour entwickelt, die von der IGA über Hönow bis hin nach Rüdersdorf führt und dabei alle Highlights der Kommunen verbindet – diese wird im kommenden Jahr auch mit Hilfe des Landkreises MOL ausgeschildert; dazu wird es eine Karte und einen Infoflyer geben, die dann auch vor Ort auf dem IGA-Gelände angeboten werden. Zur IGA-Eröffnung wird diese Route dann offiziell vorgestellt.
Seit kurzem gibt es nun zwei neue Mitglieder bei den GartenNachbarn – Petershagen/ Eggersdorf und Strausberg - somit ist die S5-Region komplett. Dies war zuvor aufgrund der Konstellation im Stadt-Umland-Wettbewerb, in dem Strausberg und Petershagen/Eggersdorf ein eigenes Projekt eingereicht hatten, nicht möglich. „Die Region wird räumlich als Ganzes wahrgenommen, deshalb ist die erweiterte Zusammenarbeit mit diesen beiden Kommunen nur folgerichtig und logisch“, so Janina Meyer-Klepsch, die die neue Kooperation sehr begrüßt. Für 2017 steht der Arbeitsplan der GartenNachbarn bereits. Das Hauptaugenmerk liegt auf der IGA und der Präsentation der Region – dazu wird es eine Dauerpräsentation der Region im „i-Punkt Grün“ auf dem IGA-Gelände geben. Zudem sind gemeinsame öffentliche Auftritte wie zum Sattelfest in Altlandsberg geplant. Zudem werden die GartenNachbarn wieder auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin 2017 vertreten sein. „Das Paradies ist überall“ lautet in diesem Jahr das Motto in der Blumenhalle, das treffender nicht sein könnte für die berlinnahe Region zwischen Hoppegarten und Strausberg. Denn hier lautet das Motto: „Sieh, das Gute liegt so nah“.

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